Projekte aus dem Open-Source-Bereich bekommen bei der Cebit Gelegenheit sich zu präsentieren, so auch die Rendering-Spezialisten von Enlightenment
Kurz und knackig: Beschreibt das Projekt in zwei Sätzen:
Enlightenment bietet eine extrem schnelle und schlanke Software für seine Zweck an, insbesondere die Ausgabe von Grafik. Es ist vor allem bekannt für seinen Fenster-Manager, aber der größte Teil der Entwicklung besteht aus Bibliotheken im Hintergrund, genannt EFL. Diese unterstützen viele Features und Rendering-Systeme angefangen bei Embedded-Systemen wie Smartphones bis hin zu High-End-Workstations.
Seit wann besteht das Projekt?
Seit 1997.
Wie viele aktive Mitglieder hat das Projekt?
Etwa 10 bis 15.
Wie ist das Projekt entstanden?
Wir wollten damals einfach X weniger hässlich machen. Das war zu Zeiten, als Fenstermanagern wie FVWM, TWM und graue abgeschrägte Boxen den Linux/Unix-X11-Desktop bestimmten. Wesentlich weniger leistungsfähige Systeme – etwa der Amiga – waren in der Lage, schöne Umgebungen darzustellen. X auf Unix war dagegen einfach und hässlich. Das war, bevor es GNOME gab und KDE noch in den Kinderschuhen steckte. Seitdem hat sich Enlightenment zu mehr als einer Million Code-Zeilen mit vielen Bibliotheken und Anwendungen entwickelt.
Warum soll der CeBIT-Besucher an Euren Stand kommen?
Um sich persönlich zu überzeugen, wie gut Enlightenment und seine Libraries arbeiten und wie gut sie aussehen, wenn sie ordentlich genutzt werden. EFL wird insbesondere Leute interessieren, die Gadgets entwickeln und Linux nutzen. Außerdem stehen die Entwicklern zum direkten Kontakt bereit.
Für wen macht Ihr Eure Software?
Für den Endanwender, der die Dinge schön und individuell haben möchte. Die Wahlfreiheit ist wichtig. Wir schreiben unsere Libraries auch für Entwickler, die auf einfache Weise Interfaces programmieren und die maximale Performance rauskitzeln wollen: Von Low-End-ARM-basierten Telefonen über Smarphones, Tablets, Netbooks bis hin zu Workstations.
Wo sind aktuell die größten Schwierigkeiten?
Zu viel Arbeit, zu viele komplizierte Entwicklungen und zu wenig Leute und Zeit. Außerdem fehlt es an Showcases, damit die Leute sehen, wie gut EFL im Vergleich zu den Mitbewerbern ist. .
Wenn das Geld für einen festangestellten Entwickler da wäre, welche Nuss sollte er knacken?
Wir haben so viele Nüsse zu knacken, das ist das größte Problem. Hier ist eine kleine Auswahl: Mit dem Windowmanager (E17) fertig werden und mit E18 anfangen Bessere Entwicklungswerkzeuge für die Libraries. Der Ausbau der Edje Funktionen mit umfassender Unterstützung für LUA, Audio, Video und vieles mehr. Die genannten Aufgaben sind aber eher ganze Projekte und benötigen eher Dutzende Mann-Monate. Wenn wir einen Entwickler haben könnten, wäre das wohl ein GUI-Designer, denn das beschleunigt die künftige Entwicklung insgesamt.
Unter welcher Lizenz steht die Software?
GPL, LGPL und BSD.
Internetadressen:
http://www.enlightenment.org





