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Cebit Open Source 2010 - Projektpräsentation IPfire

IPFire

von Ulrich Bantle
Erschienen im Linux-Magazin Cebit 2010/Projekte

15 Projekte aus dem Open-Source-Bereich bekommen bei der Cebit Gelegenheit sich zu präsentieren, so auch IPFire

Kurz und knackig: Beschreibt das Projekt in zwei Sätzen:
IPfire hat sich zum Ziel gesetzt, eine Firewall-Distribution mit sehr hohem Sicherheitsniveau zu entwickeln, welche gleichzeitig einfach zu installieren und intuitiv zu bedienen ist. Dabei wird Wert auf vielfältige Einsatzmöglichkeiten gelegt: IPfire skaliert vom Home-User bis hin zu mittelständischen Unternehmen und kann durch zahlreiche Erweiterungen an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden.

Seit wann besteht das Projekt?
Im Jahr 2004 entstand das Projekt aus der Not heraus ein System zu brauchen, welches in einem Netzwerk ein größeres Aufgabegebiet abdeckt als ein gewöhnlicher Router.

Wie viele aktive Mitglieder hat das Projekt?
Das Team besteht derzeit aus fünf internationalen Core-Developern und einer Handvoll sehr aktiven Community-Developern. Aber es tragen auch viele Nutzer immer wieder kleine Verbesserungen bei, die letztendlich die Qualität ausmachen.

Wie ist das Projekt entstanden?
Anfänglich wurde es als Erweiterung für eine damals aktuelle Linux-Firewall Distribution betrieben. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass IPfire einen anderen Weg einschlagen muss, um die neuen Funktionen adäquat umzusetzen. Das begeisterte sofort viele Personen, die das Projekt immer weiter entwickelten. Da wir dabei schnell an die Grenzen des Machbaren stießen, wurde im November 2007, nach zweijähriger Entwicklungszeit, ein komplettes Redesign des Fundaments mit IPfire 2.0 veröffentlicht. Durch gute Erfahrungen und die hohe Stabilität, die das System bietet, fand IPFire schnell Einsatz in mittleren bis großen Unternehmen und seine Userzahl wächst bis heute stetig.

Warum soll der Cebit-Besucher an Euren Stand kommen?
Weil wir jedem Besucher eine individuell an seine Bedürfnisse angepasste Sicherheitslösung bei gleichzeitig intuitiver Bedienung anbieten können. Wir beantworten alle Fragen zum Thema Einsatzgebiete und geben praktische Tipps zur Installation. Zum Ausprobieren im eigenen Unternehmen oder zu Hause vergeben wir gern kostenlose CD’s.

Für wen macht Ihr Eure Software?
Die Zielgruppe von IPfire sind Privatanwender, Firmen, aber auch Interessenten aus dem Lehrwesen und der Forschung.

Wo sind aktuell die größten Schwierigkeiten?
Für das IPfire-Team ist die größte Schwierigkeit, genügend Freizeit für die verschiedenen Aufgaben im Projekt zu finden. Durch den Zeitmangel müssen viele Ideen oft zurückgestellt werden, da immer wieder Anliegen mit einer höheren Priorität auftauchen. Manches scheitert auch an fehlenden finanziellen Mitteln, da das Projekt komplett aus den eigenen Reihen getragen wird.

Wenn das Geld für einen festangestellten Entwickler da wäre, welche Nuss sollte er knacken?
Die Entwicklung der neuen Version 3 voranzutreiben.

Unter welcher Lizenz steht die Software?
GPLv3

Internetadresse:http://www.ipfire.org

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