Open Source im professionellen Einsatz

Newsletter abonnieren
Seite durchsuchen

HEFTARCHIV | NEWS | E-BIBLIOTHEK | VIDEO | BLOGS | WHITEPAPER | EVENTS | ACADEMY | ABO | SHOP

user friendly

  Home  »  NEWS  »  Xen Desktop verwaltet virtualisierte Windows-Desktops  

RSS-Feed der aktuellen News von Linux-Magazin Online Folgen Sie Linux-Magazin Online auf Twitter
Diesen Artikel druckenDiesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel kommentieren Newsletter abonnieren
Share/Bookmark

Xen Desktop verwaltet virtualisierte Windows-Desktops

Auf seiner derzeit stattfindenden Hausmesse Citrix Synergy hat das amerikanische Unternehmen Citrix Systems sein Produkt Xen Desktop zur einfacheren Verwaltung virtueller Desktops veröffentlicht. Die Express-Edition für bis zu zehn Anwender ist kostenlos.

Mit Xen Desktop lassen sich virtualisierte Windows-Desktops in einem gleichfalls virtuellen Datencenter verwalten und von dort auf Client-Rechner verteilen. Als Host-Infrastruktur können beispielsweise linux-basierende Xen-Server eingesetzt werden, aber auch die Virtualisierungssoftware VMware ESX oder das Microsoft-Produkt Hyper-V. Das Betriebssystem der Clients ist nahezu beliebig wählbar. In der Praxis kommt tatsächlich laut Aussage des zuständigen Citrix-Produktmanagers Daniel Liebisch derzeit auf den meisten Thin-Client-Systemen ein Linux-Betriebssystem zum Einsatz. Als Desktop-System für die Anwender ist bei der Citrix-Lösung jedoch derzeit nur Windows XP oder Windows Vista möglich, und laut Liebisch ist auch keine Linux-Variante in Planung. Im April wurde die Desktop-Produktlinie von Citrix angekündigt, seinerzeit sollte Xen Desktop auch gemeinsam mit Microsoft vermarktet werden.

Die Desktop-Virtualisierung gibt es insgesamt in fünf Varianten: Die kostenlose Xen Desktop Express-Edition ist auf zehn Anwender begrenzt, entspricht aber ansonsten dem Funktionsumfang der Standard-Version, die für 75 US-Dollar angeboten wird. Die Enterprise-Version und Platinum Edition beinhalten zusätzlich eine Funktion zur Bereitstellung von Applikationen namens Xen App for Virtual Desktop. Der Hersteller wirbt hierfür mit niedrigeren Speicherkosten, weil über ein einzelnes Desktop-Image Hunderte von virtuellen Desktops dynamisch erstellt und verwaltet werden können. Mit der teuersten Variante „Platinum“ zielt Citrix auf Unternehmen, die den Desktop als Dienst aus dem Rechenzentrum anbieten, nach dem Prinzip Software as a Service (SaaS). Als zusätzliche Funktionalität bietet die Platinum-Version eine so genannte Easy-Call-Technologie, bei der Anwender per Mausklick auf die Applikation zugreifen können. Für Administratoren bietet die Software eine weitere Erleichterung bei Fehlerbehebung und Support: Per Fernwartung kann der Admin direkt den Bildschirm des Anwenders zugreifen und Maus und Tastatur zur Problemlösung übernehmen.

Die verschiedenen Varianten von Xen Desktop sind ab sofort lieferbar, die kostenlose Expressedition kann auf der Citrix-Homepage heruntergeladen werden. Die Preise für die kostenpflichtigen Versionen beginnen bei 75 US-Dollar für die Standard-Version und reichen bis zu 395 US-Dollar in der Platinum-Ausgabe.

Citrix Systems hatte den Virtualisierungsanbieter Xensource im August 2007 für 500 Millionen US-Dollar übernommen (Linux-Magazin Online berichtete). Die Open-Source-Variante der Virtualisierungstechnologie Xen kommt in verschiedenen Linux-Distributionen wie beispielsweise Red Hat Enterprise Linux oder Novells Suse Linux zum Einsatz.

(Britta Wülfing)
Diesen Artikel druckenDiesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel kommentieren Newsletter abonnieren
Share/Bookmark
Ähnliche Artikel
Novell gibt Ausblick auf SLES 11 und verbündet sich mit VMware
Univention: Windows-64-Bit-Treiber für Xen-Einsatz
Red Hat bringt Embedded-Hypervisor
Xen Server 5: Mehr Management, mehr HA
Cloudstack 2.2 kennt mehr Hypervisoren
Citrix Xen Server kostenlos
Whitepaper
Open Source Datenintegration in der Praxis: Fallstudien und Anwendungsbeispiele (Folge 2)

Der zweite Teil des Open Source Datenintegration in der Praxis: Fallstudien und Anwendungsbeispiele White Papers beleuchtet anhand weiterer ausgewählter Case Studies die Implementierung von Open Source Datenintegration in der Praxis und benennt die daraus resultierenden Vorteile.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
Usage Landscape Enterprise Open Source Data Integration

Die Nachfrage nach Datenintegrationslösungen für Unternehmen ist zunehmend gestiegen und vor allem das Interesse an Open Source Technologien wird immer größer. Doch wie und von wem werden Open Source Datenintegrationslösungen genutzt und welches Nutzungsverhalten lässt sich daraus ableiten? Das vorliegende White Paper präsentiert die Erfahrungswerte von über 1000 Open Source Nutzern und liefert fundierte Antworten auf diese Fragen.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
Kommentare (0)