Ein Kritikpunkt, der bisher gegen den Einsatz des Codecs sprach, war die Geschwindigkeit. Die Referenzbibliothek setzt nun laut Pressemitteilung auf einen neuen Decoder, der signifikant schneller arbeiten soll, als bei früheren Theora-Versionen. Xiph.org hat den Codec zudem mit Hilfe eines Coverty-Scans geprüft und fand nur zwei Fehler, von denen nach eigener Aussage einer gefixt wurde und der andere sich als falscher Alarm entpuppte.

Viele Betreiber von Webseiten griffen in der Vergangenheit immer wieder zu Flash, weil das proprietäre Format plattformübergreifend besser etabliert ist. Es lief mit größerer Wahrscheinlichkeit ohne Gefummel und erreichte so auch technisch unbeschlagene Anwender.

Doch nun holt Theora auf: Die aktuelle Version von Opera und die nächste Version von Firefox unterstützen den freien Video-Codec bereits nativ, was die Popularität des Formats erhöhen dürfte. Seiten wie Wikipedia, die sich für Offenheit einsetzen, verbreiten ihre Video-Inhalte ohnehin schon länger in dem freien Format.

Mit Thusnelda soll Theora in Version 1.1 zusätzlich ein weiterer Codec zur Seite stehen, der qualitativ hochwertiges Videomaterial produziert, bei dem Kosten und CPU-Verbrauch keine übergeordnete Rolle spielen. Interessierte laden Theora 1.0 als TAR.GZ-Archiv oder als ZIP-Archiv über die Download-Sektion der Theora-Webseite herunter.