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Suse Linux Enterprise 11 ist fertig

Novell veröffentlicht heute den Suse Linux Enterprise Server (SLES) in Version 11. Gleichzeitig kommen auch eine SLES-Extensions für Mono sowie die Desktop-Ausgabe SLED 11 auf den Markt. Eine HA-Erweiterung folgt demnächst.

Als eines der Schlüsselthemen für das Enterprise-Linux formuliert Gerald Pfeifer, Director Product Management, die High Availability (HA) und den Einsatz in unternehmenskritischen Anwendungen. Dazu hat Novell zusammen mit Oracle das Cluster-Dateisystem OCFS weiterentwickelt. Die HA-Erweiterung ergänzt das System um das Distributed Replicated Block Device (DRBD) in Version 8. Dazu kommen die Dienste Heartbeat und Pacermaker, um den Status der Knoten zu überwachen. Zur Administration gibt es einerseits eine Kommandozeilenschnittstelle, die sich skripten lässt, zum andern eine GUI-Eigenentwicklung von Novell. Update: Wie Novell mitteilt, ist die mitgelieferte DRBD-Version 8.2.7. Als Yast-Modul zur Verwaltung dient Yast2-drbd in der Version 2.13.1.

Als weiteren Schwerpunkt setzt Novell die Interoperabilität mit Microsoft-Technologie: Der Suse Linux Enterprise Desktop (SLED) in Version 11 enthält erstmals neben den Codecs für MP3 und AAC auch Unterstützung für die Microsoft-Format WMA und WMV. Laut Pfeifer erfüllt der Microsoft-Partner Novell einen Wunsch der Unternehmenskunden, die häufig Weiterbildungsinhalte in diesen Formaten vorliegen haben. Daneben ist Moonlight, die Mono-Portierung von Microsofts Rich-Web-Technologie Silverlight an Bord. Die in Entwicklung befindliche Sharepoint-Unterstützung für Gnomes Dateibrowser Nautilus dagegen ist noch nicht ins Enterprise-Produkt eingezogen.

Desktop-Anwender können sich daneben über Verbesserungen im Gnome-Network-Manager freuen: Die bessere Unterstützung für UMTS-Karten soll laut Gerald Pfeifer endlich für komfortables Roaming mit dem Notebook sorgen.

Die Interoperabilität soll sich mit der entsprechenden Erweiterung für den Server noch steigern lassen. Die Mono Extension bringt Dotnet-Anwendungen auf Linux, und das laut Hersteller auf Enterprise-Niveau. Pfeifer: "Die Skalierbarkeit in Sachen Prozessoranzahl und Arbeitsspeicher ist teilweise besser als unter Windows." So werde auch der Kundenwunsch von Mono auf dem Mainframe Wirklichkeit.

Bei der Virtualisierung bewirbt Novell sein Enterprise-System als "perfekten Gast". Dank Zusammenarbeit mit VMware gibt es einen Kernel mit VMI-Schnittstelle sowie laut Novell einen Performance-Gewinn unter VMware ESX von rund 10 Prozent gegenüber der Vorversion. Die Kooperation mit Microsoft bringt Support für Windows-Server auf SLES/Xen sowie SLES als Gast auf Hyper-V.

SLES 11, SLED 11 sowie die Mono-Extension sind ab sofort verfügbar, die HA-Erweiterung ist für das zweite Quartal 2009 angekündigt. Im Verlauf des Jahres soll die Produktfamilie Suse Linux Enterprise 11 noch um eine Realtime-Extension, eine Thinclient-Version sowie die Point-of-Service-Ausgabe wachsen.

(Mathias Huber)
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