Open Source im professionellen Einsatz

Smartphone Nokia N8 läuft mit Symbian 3

30.04.2010

Das 140 Gramm schwere N8 ist das erste mit Symbian 3 und will mit Multitouch-Screen, HD-Kamera, bunten Farben und Web-Entertainment punkten.

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Der Hersteller hebt die 12-Megapixel-Kamera und sofort bereitstehendes Web-TV hervor. Ins Netz verbindet sich das Mobiltelefon mittels EDGE/GPRS, HSPA und Wlan b/g/n. Weitere Daten überträgt es via Bluetooth 3.0, HDMI und Micro-USB. Der Festspeicher beträgt 16 GByte, über einen Micro-SD-Slot sind bis zu 32 GByte möglich.

Die Software-Plattform enthält neben Symbian 3 das Mobil-Java MIDP in Version 2.1, das (derzeit) neueste stabile Qt-Framework 4.6.2 sowie Flash Lite. An Anwendungen sind neben den üblichen Verdächtigen auch das genannte Web TV sowie die Nokias kostenlose Navigationslösung Ovi-Maps dabei. Interessant ist, dass Nokia auch von einen Video-Editor spricht, mit dem man seine HD-Filmchen bearbeiten können soll. FM-Radio und Nokias App-Lieferant Ovi Store sind auch dabei. Das Symbian-Smartphone Nokia N8 soll ab Juli auf dem europäischen Markt erhältlich sein, allerdings schweigt sich Nokia darüber aus, auf welchen genau. Der Preis soll in Deutschland vertragsfrei rund 450 Euro betragen.

Auf Entwicklerinteresse will Nokia damit stoßen, dass das N8 umstandslos mit Qt zusammen arbeitet. In der Qt-Version 4.6.2 war erstmals ein Smart Symbian Installer hinzugekommen, und im Zuge der N8-release gibt es jetzt ein eigenes Qt-SDK für Symbian-Geräte (Beta), dessen Unterstützung für N900 erst noch folgen soll.

Symbian 3 steht auf den Webseiten von Symbian.org der Entwicklergemeinde zur Verfügung. Es gibt sowohl ein Duo SDK und ADK (Software bzw. Application Development Toolkit), um Anwendungen zu entwickeln, als auch ein PDK (Product Development Kit), um sich mit dem Betriebssystem selbst auseinanderzusetzen. Beide nethalten Binaries und Sourcecodes, aber unterschiedliche, zweckmäßige Hilfstools. Die auf dem Markt befindlichen Symbian-Geräte lassen sich nach Angaben Nokias nicht flashen, zum Ausprobieren schlägt Nokia ARM-Simulatoren oder das Beagle Board vor.

 

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