Neu an dem Mini-PC ist die Santa-Rosa-Plattform von Intel, allerdings nur in einer höherpreisigen Version. Im Gegensatz zum Vorgängermodell Senyo 600 hat Transtec dem Senyo 610 Zugriff auf mehr gemeinsamen Video-Speicher erlaubt, 256 statt 128 MByte. Den vorherigen Netzwerk-Controller, ein 82573E Gigabit-Ethernet-Controller von Intel, hat ein Marvell Yukon 88E8055 abgelöst, der wie gewohnt onboard sitzt. Neu ist außerdem die Wahl zwischen Festplatten bis zu 250 GByte und Solid State Discs (SSD) bis zu 64 GByte. Schließlich ist das Gerät um einen 4-in-1-Kartenleser gewachsen. An Betriebssystemen gibt es auf dem Senyo nach wie vor neben Windows auch den Suse Linux Enterprise Desktop (SLED) 10.

Der Senyo 610 bring unter anderem einen DVI-Ausgang, Gigabit-LAN und drei Mal USB mit.

Der Senyo 610 bring unter anderem einen DVI-Ausgang, Gigabit-LAN und drei Mal USB mit.

Den Senyo 610 gibt es in mehreren Preisvarianten. Mit dem Preis verändert sich der Prozessor zum Beispiel von einem Intel Celeron 530M auf einen Intel Core2 Duo T8100. Der Prozessor-Cache wächst in diesem Beispiel von 1 auf 3 MByte, der CPU-Takt von 1,73 auf 2,1 GHz und der Bustakt von 533 auf 800 MHz. In diesem Preisbeispiel verfügen beide Geräte über die oben genannten Neuerungen, eine Festplatte zu 80 GByte und Arbeitsspeicher in Höhe von 1 GByte, aufrüstbar bis 4 GByte. Die einfachere dieser beiden Ausstattungen kostet rund 470 Euro, die schnellere und größere Ausstattung 700 Euro.

Der Mini-PC kann bis zu vier GByte DDR2-RAM mit 667 MHz verdauen.

Der Mini-PC kann bis zu vier GByte DDR2-RAM mit 667 MHz verdauen.

Die Komponenten dieser Beispielkonfigurationen können Interessierte auf der Senyo-610-Seite bei Transtec direkt miteinander vergleichen. Der Mini-PC ist nicht im Handel erhältlich, sondern nur von Transtec direkt zu beziehen.

Kann sich sehen lassen: Der neue Senyo 610 der tübingischen Transtec AG.

Kann sich sehen lassen: Der neue Senyo 610 der tübingischen Transtec AG.

Den Vorgänger-Senyo mit der Versionsnummer 600 brachten die Tübinger Hardware-Hersteller noch zur Cebit 2008 mit. In der Größe und im Energieverbrauch hat der Mini-PC sich nicht geändert: Die kleine Maschine zu 1,3 Kilogramm und mit den Maßen 22,6 mal 17,2 mal 4,2 Zentimeter verbraucht nach wie vor wenig Strom, unter Volllast nach Herstellerangaben maximal 31 Watt. Wegen seiner Energieeffizienz fand der Senyo Eingang in unseren Green-IT-Cebit-Führer.

Update: Beim verfassen dieser News sind wir davon ausgegangen, dass Privatanwender den Senyo problemlos ebenso bei Transtec beziehen können. Nach dem Erfahrungsbericht eines Lesers korrigieren wir dies.

Der Online-Händler Myhardware4u.de ist nach Angaben der Pressesprecherin von Transtec ein Händler, der das Privatkundengeschäft von Transtec für einzelne Bestellungen abwickelt. Die Preise der Transtec-Geräte seien dort allerdings etwa fünf Prozent teurer als für die gewerblichen Endkunden, sagte die Sprecherin. Hier kommen noch die normalen 19 % Mehrwertsteuer drauf, sowie und 7 Euro Versandkosten bei Vorkasse. Der Preis des Senyo 610 in der minimalen Ausstattung errechnet sich nach diesen Angaben für den Privatanwender auf etwas über 500 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versand.

Den aktuellen Senyo 610 bekomme man ebenfalls bei Myhardware4u.de, versicherte die Sprecherin weiterhin, auch wenn er nicht auftaucht, wenn man nach ihm sucht. Myhardware4u.de habe eine Kontaktadresse ( kontakt@myhardware4u.de ), die man benutzen könne, um den Senyo 610 nachzufragen. Das sagte ebenfalls die Pressesprecherin der Firma Transtec. Sie sagte weiter, Sie könnten auf diesem Wege auch nach den eigenen Wünschen Ihr Gerät konfigurieren, so wie es auf der Transtec-Webseite möglich wäre.