Open Source im professionellen Einsatz

Rückkehr zu Microsoft Office? Offener Brief an Stadt Freiburg

18.09.2012

Die Stadt Freiburg wird seit Jahren zu den Kommunen gezählt, die Open Office anwenden. Ein offener Brief der Open Source Business Alliance spricht nun aber von Plänen, wieder Microsoft Office einzuführen.

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Grundlage der neuen Pläne sei laut OSB Alliance "ein extern angefertigtes, unter Verschluss gehaltenes Gutachten." Daneben schreibt die Organisation, die sich für Open Source in Wirtschaft und Verwaltung einsetzt: "Die für die Umstellung benötigten Budgets sind - soweit uns bekannt - bereits genehmigt und Mitarbeiter werden über die bevorstehende, erneute Umstellung informiert."

Das Schreiben kritisiert, dass die Verwaltung sich offenbar ohne Diskussion dem Gemeinderatsbeschluss von 2007 für das freie Office-Format ODF widersetzt. Der offene Brief endet mit zwei Fragen an die Kommune - warum das Gutachten nicht öffentlich gemacht werde, und wie eine Umstellung auf Microsoft Office zum Beschluss zugunsten des Open Document Formats passe.

Neben Peter Ganten und Holger Dyroff aus dem Vorstand der Open Source Business Alliance haben den Brief zudem Matthias Kirschner von der Free Software Foundation Europe und Marco Schulze vom Bundesverband Informations- und Kommunikationstechnologie unterzeichnet.

Das Linux-Magazin hat bei der Stadt Freiburg eine Stellungnahme angefragt, die derzeit noch aussteht.

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