Open Source im professionellen Einsatz

Reset The Net kämpft am 5. Juni für das freie Internet

07.05.2014

Am 5. Juni 2014 rufen die Free Software Foundation und über zwanzig weitere Partner zum Aktionstag Reset The Net auf, um gegen die Überwachung des Internet zu protestieren und Privacy-Technologien zu fördern.

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Das Datum ist mit Bedacht gewählt, denn am 5. Juni 2013 erschienen die ersten Zeitungsartikel mit den Informationen von Whistleblower Edward Snowden, der die umfassende Überwachung von Internetnutzern durch Behörden wie NSA und GCHQ publik machte. Zu den Partnern im Aktionsbündnis Reset The Net gehören Organisationen wie Greenpeace und Internetunternehmen wie Reddit. Sie möchten das Internet wieder zu einem "Ort der Offenheit und Freiheit" statt der Angst und Unterdrückung machen, wie es in ihrem Videospot heißt.

Zu diesem Zweck läuft derzeit ein Online-Unterschriftensammlung, die 50.000 Unterzeichner erreichen möchte. Sie sollen sich verpflichten, anlässlich des 5. Juni Freiheit und Privatsphäre zu fördern. Das können Anwender durch die Nutzung von SSL und Mailverschlüsselung tun, Website-Betreiber durch den Einsatz von Technologien wie HTTPS Strict Transport Security (HSTS) und Perfect Forward Secrecy. Entwickler sind aufgerufen, Software mit Privacy-Features zu produzieren, und jedermann kann durch Bloggen und in sozialen Netzwerken für die Aktion werben.

Wer selbst eine Website betreibt oder eine Mobil-App herausgibt, kann am 5. Juni die Splashscreen der Kampagne anzeigen, die derzeit noch gestaltet wird. Dazu gehört auch, seinen Besuchern und Benutzern ein Privacy-Paket mit freier Privacy-Software zur wie Tor und GnuPG anzubieten.

Aktuelle Informationen gibt es unter https://www.resetthenet.org.

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