Der amerikanische Managed-Cloud-Spezialist Rackspace hat am Donnerstag sein erstes Rechenzentrum in Deutschland offiziell eröffnet. Das Unternehmen will sein Engagement in der DACH-Region ausbauen.
Das neue Rechenzentrum in Frankfurt am Main ist das zwölfte Rechenzentrum weltweit, das Rackspace betreibt. Beim offiziellen Startschuss konnte Alex Fürst, der als Vice President die Region Deutschland, Österreich, Schweiz (DACH) verantwortet, bereits eine Auslastung von rund 60 Prozent verkünden. Das Rechenzentrum selbst ist auf einer Fläche von 283 Quadratmetern aufgebaut und verträgt bei vollem Ausbau rund 1200 physikalische Server.
Im regionalen Wachstum liege das größte Potenzial in seinem Gebiet, so Fürst. Bislang sei man diesen Markt nicht angegangen. Es werde ein großer Teil des Umsatzes im europäischen Markt in Großbritannien erzielt, das solle sich nun ändern. Rackspace bezifferte bei der Eröffnungspressekonferenz in München den europäischen Jahresumsatz mit rund einem Drittel des weltweiten Umsatzes von zwei Milliarden US-Dollar pro Jahr.
Rackspace sieht den deutschen Markt als ideal für seine Positionierung an, sagte auch Reinhard Waldinger, Managing Director Rackspace International, weil man sich auf die Zielgruppe Mittelstand bis gehobener Mittelstand fokussiere. Der deutsche Markt, so Waldinger, hinke in Sachen Cloud etwas hinterher und den deutschen Unternehmen fehlten die Cloud-Experten. Das Thema Cloud-Management sei in Deutschland aber sehr gefragt, Rackspace hoffe mit seinen Service-Angebooten zu private Cloud, hybrides Hosting beim Kunden und im Rechenzentrum sowie durch Multi-Cloud-Angebote zu punkten. Als Dienstleister sei man in der Lage, alle drei großen Plattformen zum Kunden zu bringen, gemeint sind damit Amazon Web Services, Google Cloud Plattform und Microsoft Azure, die Rackspace als Multiscaler bezeichnet. Oft beginne die Serviceleistung schon damit, dem Kunden die Rechnung von Amazon für seine Installation zu erklären und dann die Nutzung der AWS zu optimieren. Die neue und bislang exklusive Partnerschaft mit Google biete zusätzliches Potenzial. Google sei auf Rackspace zugekommen, sagte Waldinger, weil der Konzern sich lieber auf die Entwicklung von Anwendungen konzentriere und den Kundenkontakt gerne abgebe. Mit Google habe man deshalb spezielle Servicelevel für die Kundenbetreung vereinbart.




