Im vierten Geschäftsquartal 2010 hat der Linux-Anbieter Novell, der sich inmitten der Übernahme durch Attachmate befindet, einen Gewinn von 322 Millionen US-Dollar verbucht, allerdings kamen davon nur rund 22 Millionen aus dem operativen Geschäft.
Die zusätzlichen rund 300 Millionen US-Dollar Millionen stammen aus nicht näher erläuterten Steuervorteilen, die Novell im Hinblick auf künftige Geschäfte einfordern konnte. Allerdings waren die Verluste im vergleichbaren Quartal 2009 (Minus 259 Millionen) ebenfalls von einer Korrektur der Vermögenswerte beeinflusst. Der Umsatz sank von 216 auf 207 Millionen US-Dollar verglichen zum vierten Quartal 2009. Softwarelizenzen trugen 31 Millionen U-Dollar zum Umsatz bei, die Sparte Maintenance und Subskriptionen 153 Millionen. Während das Lizenzgeschäft damit zum Vorjahresquartal nahezu unverändert blieb, sank der Umsatz mit Wartung und Subskriptionen um rund vier Prozent.
Bei der ebenfalls veröffentlichten Jahresbilanz 2010 gibt Novell einen Umsatzrückgang auf rund 812 Millionen US-Dollar an, von 862 Millionen im Jahr 2009. Der Gewinn, durch die 308 Millionen aus Steuern begünstigt, stieg auf 378 Millionen US-Dollar, verglichen mit einem Minus von 213 Millionen US-Dollar im Jahr 2009.



