Open Source im professionellen Einsatz

Orange Box: Ubuntu-Cluster für unterwegs

14.05.2014

Vielleicht mit ein wenig zu viel Pathos kündigt Canonicals Cloud-Chef Dustin Kirkland die Orange Box an, als "Cloud für freie Menschen". Sehr beweglich ist der Zehn-Knoten-Cluster-Rechner auf jeden Fall, er passt in eine Reisetasche.

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Kirkland, dessen offizieller Titel Cloud Solutions Product Manager lautet, stellt die Orange Box in seinem Blog etwas ausführlicher vor. Er betrachtet sie als HDK (Hardware Development Kit), sie eigne sich wahlweise, um darauf eine eigene Cloud laufen zu lassen, aber auch für pure Rechenaktionen und als leichtgewichtiger Cluster-Rechner.

In die Orange Box passen zehn NUCs von Intel.

Zu jeder Box bietet Canonical zwei Tage Training an und überlässt den Kunden das Gerät zwei Wochen lang für Tests. Auf dem vorinstallierten Ubuntu 14.04 LTS (64 Bit) laufen bereits MAAS (Metal as a Service) und Juju (Canonicals Werkzeug zur Service Orchestration). Mit Hilfe der Juju-Charms lassen sich dann zahlreiche Cloud-Dienste aufsetzen, darunter Open Stack, Hadoop und Cloud Foundry. Wer will, kann die schicke Kiste auch als Steam-Server betreiben, es gibt dafür einen eigenen Juju-Charm.

Die Orange Box bietet Platz für zehn Knoten. Dabei lassen sich bestimmte NUCs (Next Unit of Computing) von Intel (D53427RKE) verbauen, von denen jede Einheit eine i5-3427U-CPU mit 4 Kernen, 16 GByte DDR-3-RAM, eine 120 GByte SSD sowie eine HD-4000-Grafikkarte mitbringt. Node 0 enthält zudem einen Intel Centrino Wifi Adapter, ein Gigabit-Switch von D-Link (DGS-1100-16) verbindet die zehn Knoten miteinander.

Wer sich so ein Cluster ins Wohnzimmer stellen möchte, muss allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen: Der PC-Shop Tranquil verkauft die Geräte für rund 9300 Euro.

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