Open Source im professionellen Einsatz

Opensuse Conference 2010: Geflüster zu Libre-Office

22.10.2010

Offizielle Stellungnahmen fehlen, doch die Spatzen pfeifen es auf der Opensuse Conference von den Dächern: Open Office dürfte wohl relativ schnell aus den großen Linux-Distributionen verschwinden.

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Wer in Nürnberg mit Vertretern von Projekten und Distributionen spricht, bekommt zwar keine klaren Aussagen, ("Bitte nicht zitieren") doch hinter den Kulissen scheinen sich alle einig: Das freie Libre Office wird von Debian, Ubuntu, Red Hat, Suse und anderen sehr wahrscheinlich den Vorrang vor dem von Oracle verwalteten Open Office bekommen.

Aufgrund des immer noch großen Anteils der Open-Office-Entwickler bei Sun möchte das wohl noch niemand öffentlich sagen, doch es scheint wahrscheinlich, das die Solidarität in der Open-Source-Community hier die Entscheidung stark beeinflusst.

Nach der Gründung der Document Foundation als Betreuungsinstanz für das freie Office-Paket hat Oracle sich bislang nur in kurzen Statements geäußert, und ist dem Wunsch der Foundation, die Namensrechte übertragen zu bekommen nicht nachgekommen. Deshalb gibt es einen Fork von Open Office namens Libre Office. Kürzlich gab es über die Doppelfunktion einiger Stiftungsmitglieder mit gleichzeitigem Sitz im Community-Council von Open Office eine heftige Diskussion . Maßgeblich die bei Oracle beschäftigten Council-Mitglieder forderten den Rückzug der Foundation-Teilnehmer.

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