Open Source im professionellen Einsatz

Open-Source hilft Erdbebenopfern in Haiti

15.01.2010

Das Openrouteservice-Team der Universität Bonn hat auf das Erdbeben und die katastrophale Situation der Opfer und die zerstörte Infrastruktur in Haiti reagiert und eine neue Version des Live-Routing-Dienstes für Einsatzkräfte erstellt.

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Die Arbeitsgruppe um Professor Dr. Alexander Zipf brauchte nur zwei Tage, um die aktualisierte Version zur Verfügung zu stellen. Der freie Online-Routenplaner Openrouteservice berücksichtigt jetzt auch zerstörte Straßen auf der Karibikinsel und wird permanent mit neuen Daten befüttert. Mindestens stündlich landen neue Informationen in der Datenbank, die am Bonner GIS-Lehrstuhl von den Mitarbeitern Pascal Neis, Johannes Lauer und ihren Kollegen aktualisiert wird. Die erste Version des neuen Routingservice findet sich hier.

Freie Software im Katastropheneinsatz: Openrouteservice nutzt die ständig aktualisierten Daten von Openstreetmap, um den Rettern im Erdbebengebiet Haiti den schnellsten Weg zu weisen.

Schon 2008 hatte die Arbeitsgruppe nach dem Hurrikan IKE auf Anfrage der UN die Leistungsfähigkeit von Openstreetmap, Openrouteservice und der damit verbundenen Routenplanung für Einsatzkräfte beweisen dürfen (das Linux-Magazin berichtete).

Jede Hilfe ist willkommen, wer sich an der Hilfe für Haiti beteiligen will, findet im Wiki des Openstreetmap-Projektes eine eigene Unterseite mit Informationen

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