Der jetzt veröffentlichte Release Candidate 10 soll endlich Open Office 3.3 werden, heißt es aus den Reihen des Projekts.
Die Liste der Bugfixes ist lang, die den vorigen Release-Kandidaten daran hinderten, zur stabilen Version zu werden. Diese Fehler sind der Grund, warum es auch über vier Wochen nach der kommerziellen Release von Open Office durch Oracle – also Oracle Office – noch keine veröffentlichte Community-Version gibt. Die QA des Projekts lässt sich offenbar nicht irritieren.
Oracle Office 3.3 basiere auf dem zu dem Zeitpunkt aktuellen Release-Kandidaten von Open Office, wie sich anhand der Buildnummern nachvollziehen lasse, erklärt Mechtilde Stehmann vom Open-Office-Projekt die zeitliche Lücke. “Showstopper sind neben Fehlern, die einen Datenverlust oder einen Absturz des Programms verursachen können, vor allem Regressionen”, erläutert Stehmann gegenüber der Redaktion. Für das Projekt ist die Stabilität von Open Office bisher nicht gut genug: “Leitsatz der Freigabe-Entscheidung ist, dass keine release-kritischen Fehler – bei uns Showstopper genannt – mehr vorhanden sind. Solange derartige Fehler vorhanden sind, werden sie in einem nächsten Release Kandidaten gefixt.”
Sie hoffe jetzt, dass der RC10 endlich die finale Version werde. Diesmal seien es besonders viele Release-Kandidaten, gibt sie zu: “Ob dies nur Ausreißer ist, oder ob Fehler zu spät erkannt und gemeldet worden sind, weil die Community zu sehr mit sich selber beschäftigt gewesen ist, kann vielleicht eine rückblickende Analyse ergeben”, meint sie. Die Release-Verzögerung sei aber unter anderem auch auf mangelnde Tester zurückzuführen: “Genügend Tester zu finden war schon immer ein Problem.”



