Am 18. April 2014 möchte der finnische Linux- und Open-Source-Programmierer Lars Wirzenius die Entwicklung eines neuen Programms als Kunst-Performance per Internet übertragen.
Damit feiert Wirzenius, dass er vor 30 Jahren angefangen hat, zu programmieren. In der Performance, die um 11 Uhr vormittags beginnt, wird er ein Programm namens Distix, über das er noch nichts Weiteres verrät, von Grund auf schreiben. Das Programm werde er in der öffentlichen Sitzung zumindest so weit entwickeln, dass es seinen persönlichen Zwecken genüge, schreibt er auf seiner Website. Die Zuschauer sollen unter anderem aus den Fehlern lernen, die er bei der Arbeit macht.
Das Zuschauen bleibt einem eher technisch versiertem Publikum vorbehalten, denn Wirzenius hat für die Aktion keine schicke Weboberfläche geschaffen, sondern benützt schlichte Unix-Tools: Er schickt seine Terminalinhalte per “ttyrec” und “netcat” ins Internet. Zum Mitverfolgen verwendet man daneben einen Xterm-kompatiblen Terminalemulator wie Gnome-Terminal. Wirzenius möchten den gesamten Tag öffentlich programmieren, die Zuschauer können die Übertragung auch zeitversetzt ansehen. Begleitend gibt es einen IRC-Kanal.




