Open Source im professionellen Einsatz

Nvidia werkelt an Optimus-Treiber

04.09.2012

Auf der DRI-Mailingliste hat Nvidia-Entwickler Aaron Plattner sich nach Einzelheiten von Randr-Funktionen erkundigt, um Nvidias Hybrid-Grafik Optimus zu unterstützen. Vor kurzem erst hat Linus Torvalds Nvidias mangelndes Engagement angeprangert.

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In der E-Mail schreibt Plattner, er habe bereits ein "Proof of Concept" dafür, dass einer der Nvidia-Treiber auch auf Linux-Laptops mit Nvidias Hybrid-Grafik Optimus umgehen könne. Die Entwicklung sei aber noch in vollem Gang. Dafür stellt er einige Rückfragen, die das Randr-Protokoll in der Version 1.4 betreffen.

Die mangelnde Unterstützung von Optimus innerhalb von Linux hatte vor kurzem dazu geführt, dass der Linux-Kernel-Chef Linus Torvalds im Rahmen der Fragerunde einer Veranstaltung Nvidia deutlich an den Pranger stellte. Nvidias Reaktion darauf war ein Statement, das die eigene Treiber-Policy in Schutz nimmt und trotzig auf das Community-Projekt Bumblebee zur Unterstützung von Optimus verweist. Vor diesem Hintergrund ist interessant, dass Nvidia nun offenbar doch an eigener Treiberunterstützung arbeitet.

Randr steht für "Resize and Rotate" und sorgt innerhalb des X-Fenstersystems dafür, dass der Anwender das Bildschirmformat ändern kann. Dessen Version 1.4 von Juli 2012 sieht vor, dass der Bildschirm mit verschiedenen Treibern und mehreren Grafik-Quellen umgehen kann - was genau bei der Hybrid-Grafik der Fall ist. Hybrid bedeutet, dass sowohl die Chipsatzgrafik der CPU als auch eine eigene GPU zum Einsatz kommen. Die jeweilige Ressource im Bedarfsfall zu verwenden hilft, den Energieverbrauch des Rechners zu senken.

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