John Dragoon, Chief Marketing Officer von Novell lässt in einem kurzen Statement wissen, dass auch nach dem Verkauf der Firma die im Novell-Besitz befindlichen Rechte an Unix bei Novell verbleiben. Damit bringt Dragoon zumindest etwas Klarheit in das Zusatzgeschäft, das Novell mit dem Investorenverbund CTPN vereinbart hat. Die von Microsoft initiierte Holding CTPN beabsichtigt, von Novell rund 890 Patente zu kaufen und dafür 450 Millionen US-Dollar zu zahlen. Es gab in der Open-Source-Szene Befürchtungen, unter den fraglichen Patenten könne sich auch die von Novell gehaltenen Copyrights an Unix befinden, die dann indirekt an Microsoft gehen würden. Dragoon schließt dies nun aus: "Novell will continue to own Novell’s Unix copyrights following completion of the merger as a subsidiary of Attachmate."

Der Chef des Novell-Käufers Attachmate hatte in einer ähnlich kurzen Stellungnahme die Gemüter über das Schicksal von Opensuse beruhigt, das Projekt so CEO Jeff Hawn, werde nach der Übernahme bei Attachmate in gleichem Verhältnis zu Suse stehen wie zuvor.

Ungeklärt ist indessen die Frage, was tatsächlich alles in dem zum Verkauf stehenden Patentpool von Novell steckt. Im Web hat zudem das große Patentzählen angefangen. Novell komme gar nicht auf die genannte Zahl von 890 Patenten, so lautet die übereinstimmende Ansicht nach dem Durchforsten der Patentdatenbanken.