Neue Allianz "Linaro" vereinheitlicht Linux auf ARM
Ein Konsortium aus ARM, Freescale, IBM, Samsung, ST-Ericsson und Texas Instruments will sich unter dem Dach von Linaro für ein einheitliches Linux auf ARM einsetzen.
Die Non-Profit-Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, Open-Source-Entwicklung für ARM-Prozessoren einfacher und schneller zu machen. Das Konsortium sieht Fragmentierung von Linux-Tools und -Entwicklungen am Werk. Dem will es einen Riegel vorschieben und gemeinsam Tools und Treiber entwickeln, die über alle Geräteklassen hinweg genutzt werden können. Linaro sieht sich somit als Basis für sämtliche Linux-Geräte (egal ob Notebook, Desktop, Handy, Bluray-Player oder digitaler Fernseher) und -Varianten (Android, Meego, Ubuntu oder WebOS). Als Ziel will Linaro alle sechs Monate einen optimierten Kernel mit den zugehörigen Entwicklertools für System-on-Chips (SoC) veröffentlichen. Das erste Release soll im November veröffentlicht werden.
Linaro wurde im März gegründet, der Schritt an die Öffentlichkeit erfolgte vor einigen Tagen im Rahmen der Computex. Die Projektseite enthält eine Reihe FAQs, aus denen zum Beispiel hervorgeht, dass Linaro keine Distribution erstellen will, sondern sich als Entwickler-Kollektiv für quelloffene Low-Level-Tools begreift - erklärtermaßen nicht des Geldes wegen, sondern "zu Gunsten der Industrie".





