Open Source im professionellen Einsatz

(N)Map the Web: Grafik aus Favicons der Topsites im Netz

24.08.2010

Als Nebenprodukt bei den Arbeiten an einem Skript haben die Entwickler des freien Netzwerkscanners Nmap eine gigantische Grafik aus Favicons populärer Websites erstellt.

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Eigentlich hatten die Nmap-Entwickler nur die Performance des Skriptes Http-favicon.nse verbessern wollen. Dabei hätten sie aber nach eigener Aussage so viel Spass beim Herunterladen der Icons entwickelt, dass die Idee zu einem größeren Projekt entstand: Basierend auf den Daten von Alexa scannten sie die erste Million Sites nach ihren Icons, skalierten diese entsprechend der Erreichbarkeit und setzten alles zu einer gigantischen Grafik zusammen. So entstand ein 37,440 x 37,440 Pixel großes Bild. Der Erreichbarkeit von 0,0001 Prozent entspricht eine Icon-Größe von 16 x 16 Pixeln. Das größte Icon stellt klar Google.

Weil die Nmap-Entwickler Spaß daran hatten, entstand diese Favicon-Grafik. Quelle: Nmap.org/favicon

Der Scan förderte insgesamt 328.427 verschiedene Icon-Links zutage; 288.945 davon enthielten auch tatsächlich Grafiken. Um das Betrachten der Favicon-Grafik zu vereinfachen, programmierten die Entwickler einen interaktiven Viewer, der es erlaubt, mittels Mausklick zu navigieren und zu zoomen. Ein Eingabefeld ermöglicht die Suche nach einer Site. Außerdem sammeln die Entwickler die Mailadressen von Interessierten, die die Grafik als Poster erwerben würden. Kommen genügend Teilnehmer zusammen, würde das Projekt ein Poster in Auftrag geben, das zirka 60 mal 90 Zentimeter messen würde. Zum Preis findet sich derzeit keine Angabe auf der Website.

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