Meego bekommt Tablet-Oberfläche
Intel hat beim Mobile World Congress in Barcelona mit einer speziell für Tablets angepassten Variante des Linux-Betriebssystem Meego das Projekt auf den aktuellen Stand gebracht.
Durch die im Meego-Jargon Tablet UX (für User Experience) genannte Oberfläche zieht das Projekt mit dem von Google geförderten Konkurrenten Android und dessen ebenfalls für die Pad-Rechner angepassten Version 3.0 alias Honeycomb gleich. Der Chipkonzern, der bemüht ist, seine Prozessoren und Chipsätze auch im lukrativen Markt der mobilen Kleingeräte zwischen Smartphone und Tablets unterzubringen, kann damit Flagge zeigen, nachdem die Beteiligung des bisherige Meego-Partners Nokia durch den Umschwung auf das Microsoft-System Windows Phone bald abnehmen dürfte.
Meego ist freie Software, die mit allen Namens- und Markenrechten unter dem Dach der Linux Foundation angesiedelt ist. Die auf Meego 1.2 aufsetzende Tablet UX versucht mit einem objektorientierten Ansatz zu punkten. Auf dem in Spalten (Panels) unterteilten Desktop tummeln sich deshalb in Gruppen eingeteilte Objekte wie Fotos, Nachrichten, Kontakte, Musikdateien, die beim Antippen die damit verbundenen Anwendungsmöglichkeiten in Form von Menüs preisgeben oder gleich eine Aktion einleiten, etwa das Abspielen eines Videos.
Intel hat die Tablet UX in Barcelona gezeigt und gleichzeitig auf der Meego-Website den Download und weitere Informationen zusammengetragen, unter anderem ein Werbevideo, das die Oberfläche zeigt. Nutzer und Entwickler finden zudem Dokumentationen zu den einzelnen Meego-Versionen und den zugehörigen SDKs.





