Mandriva verschiebt Insolvenz-Entscheidung
Der in finanziellen Problemen steckende französische Linux-Anbieter Mandriva hat seine Entscheidung über einen Insolvenzantrag auf Freitag verschoben.
Einige Anteilseigner hätten um den Aufschub gebeten, schreibt Mandrivas COO Jean-Manuel Croset in einer knappen Meldung im Mandriva-Blog. Ursprünglich war die Insolvenzfrage für den 16. Januar angesetzt. Als sich im Ringen um die Finanzierung von Mandriva eine weitere Rettungsmöglichkeit in Form eines Übernahmeangebots bot, gab es einen Aufschub bis zum 23. Januar. Nun ist daraus der 27. Januar geworden. Bis dahin müssen die Anteilseigner entscheiden.
Wie berichtet hatte das klamme Unternehmen versucht, verschiedene Vorschläge der Rekapitalisierung bei den Anteilseignern durchzuboxen. Alle diese Vorschläge seien von der Linlux SARL, einem Aktionär mit einem Anteil von 42 Prozent, abgeschmettert worden. Ein weiterer Großaktionär, so schrieb Mandriva-Präsident Dominique Loucougain, wäre bereit, eine Finanzierungsrunde zu tragen, notfalls auch alleine, die Zustimmung von Linlux SARL aber vorausgesetzt. Ohne diese Zustimmung, so Loucougain, sei eine Finanzierung über den Januar 2012 hinaus nicht gesichert. Inwieweit die Option einer alleinigen Finanzierung durch den Aktionär noch zur Debatte steht, ist aber unklar.





