Open Source im professionellen Einsatz

MWC 2015: Firefox OS erschließt neue Märkte und betreibt "magischen Stein"

02.03.2015

Firefox OS expandiert. Pünktlich zum Beginn des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona kündigt Mozilla neue Partnerschaften an und präsentiert ein seltsames IoT-Gerät.

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Vom günstigen Smartphone bis zum 4K-Ultra-HD-TV von Panasonic laufe Firefox OS inzwischen auf einer breiten Produktpalette, freut sich Mozillas Präsident Li Gong in der Ankündigung. 2015 soll das Ökosystem weiter wachsen, Mozilla hat die Telefongesellschaften KDDI, LG U+, Telefónica und Verizon Wireless als Partner ins Boot geholt. Sie sollen ab 2016 neue Smartphones mit Firefox OS anbieten, unter anderem in Spanien, Japan, Südkorea und den USA.

Zugleich bringt das französische Unternehmen Orange ein günstiges Handy mit Firefox OS nach Südafrika und in den Nahen Osten. Das Orange Klif soll rund 35 Euro kosten und ab dem 2. Quartal 2015 in Ländern wie Senegal, Tunesien, Jordanien, Niger und Kamerun verfügbar sein. Dazu arbeitet Orange mit der Marke Alcatel Onetouch zusammen, hinter der der chinesische Hersteller TCL steht. Als erstes Firefox-OS-Gerät bringt das Klif einen Mediatek-Prozessor mit, erlaubt Verbindungsgeschwindigkeiten von bis zu 21 Mbit pro Sekunde, hat eine Dual-Sim-Option, eine 2-Megapixel-Kamera an Bord und verfügt über einen Micro-SD-Kartensteckplatz.

Stein mit eingebauter Kamera: Das Runcible auf der Webseite von Monohm.

Auch beim Internet der Dinge (IoT) mischt Firefox OS mit: Die Firma Monohm stellt Produkte auf Firefox-OS-Basis her und präsentiert auf dem MWC eine Merkwürdigkeit namens Runcible, laut Hersteller ein "magischer Stein" und "Post-Smartphone-Device", das tatsächlich wie ein Stein oder eine Holzdose mit eingebauter Kamera aussieht. Was das Ding genau macht, ist noch etwas unklar. Es verfügt neben der Kamera über einen runden Bildschirm, zeigt die Zeit an, bringt einen Kompass mit, schickt aber wohl keine Benachrichtigungen an seine Benutzer. In Japan soll das Gerät, das LTE, Wifi und Bluetooth beherrscht, zuerst auf den Markt kommen. Auf dem MWC lässt es sich am Stand von Mozilla begutachten.

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