Open Source im professionellen Einsatz

Konsortien für Handy-Linux schließen sich zusammen

27.06.2008

LiPS (Linux Phone Standard Forum) und die LiMo-Stifung (Linux Mobile), die Linux auf dem Mobilfunkmarkt etablieren wollen, tun sich nun offiziell zusammen, um ihre Kräfte zu bündeln.

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Dabei wandert LiPS unter das Dach der LiMo-Stifung und bringt auch seine Mitglieder mit, zu denen die italienische, französische und britische Telekom sowie verschiedene Hard- und Software-Hersteller (Texas Instruments, NXP Semiconductors) gehören.

Die LiMo-Stiftung zählt Mobilfunk-Riesen wie Vodafone, Motorola und NTT DOCOMO zu den Mitgliedern und arbeitet ebenfalls an einer Linux-basierten Plattform für Mobiltelefone. Während LiMo im April eine erste Version seiner Plattform veröffentlichte, arbeitet LiPS bereits seit 2005 an einem offenen Mobilfunk-Standard, dessen Version 1.0 im Jahr 2007 erschien.

Der Mobilfunkmarkt befindet sich zur Zeit in heftiger Bewegung, verschiedene Software-Systeme wollen den Sprung auf die mobilen Geräte schaffen. Der Zusammenschluss von LiPS und LiMo dürfte daher auch eine Reaktion auf Symbians Ankündigung sein, die eigene Plattform unter eine offene Lizenz zu stellen und eine eigene Stiftung zu gründen. Der werden dann Schwergewichte wie Nokia, Sony Ericsson, Motorola and NTT DOCOMO angehören.

Auch Google kämpft mit Android um Marktanteile. Der Konzern gründete die Open Handset Alliance. Zu der gehören ebenfalls NTT DOCOMO (das offensichtlich überall mitmischt), T-Mobile, Telekom Italia, die spanische Telefonica, Intel, Nvidia und LG Electronics, um nur einige zu nennen.

Es bleibt also spannend, denn insgesamt buhlen jetzt mindestens drei große Lager um den lukrativen Markt der Mobiltelefone: die LiMo Foundation, die Symbian Foundation und die Open Handset Alliance.

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