Keynote UDS-R: Ubuntu expandiert in der Gerätewelt
Ubuntus Hauptsponsor Mark Shuttleworth hat den jährlichen Ubuntu Developer Summit eröffnet, der diesmal in Kopenhagen stattfindet. Ubuntu-User-Chefredakteur Kristian Kißling war dabei.
In der Eröffnungskeynote lobte Shuttleworth die Release 12.04 als "phänomenal". Die aktuell erschienene Version 12.10 soll nun zum Meilenstein für eine Ubuntu-Plattform werden, die auf diversen Geräten unterschiedlicher Form und Größe läuft. So will man ab Version 14.04 in der Lage sein, ein einziges Sicherheitsupdate für diverse Plattformen auszuliefern - vom Smartphone, über das Tablet bis hin zu Servern und Supercomputern.
Diese Bandbreite, so Shuttleworth, sei einzigartig in der Computerwelt, und das würden nun auch Andere erkennen. Man solle nicht kleinreden, was für ein Erfolg es sei, dass ein kommerzielles Unternehmen wie Valve seine Game-Engine Steam für Linux ausliefere. Es sei nun an der Consumer-Software-Industrie, herauszufinden, was möglich ist. Auch der Spiele-Hersteller Electronic Arts wolle nach den ersten Erfahrungen seine Angebote für Ubuntu erweitern.
Über Hardware-Projekte sprach Shuttleworth ausführlich: Während sich das Projekt Sputnik von Dell noch in der Entwicklung befände, würden in China in dieser Woche Pavilion-Rechner mit vorinstalliertem Ubuntu ausgeliefert. Ubuntu laufe nun auf Rechnern der vier größten PC-Hersteller der Welt als Alternative zu Windows.
Jetzt wolle man die Fühler weiter in Richtung mobile Welt ausstrecken: Mit dem Nexus 7 fiel die Wahl auf ein konkretes Gerät, auf dem Ubuntu lauffähig werden soll. Diese Referenzplattform sei, so Shuttleworth, recht günstig und zugleich performant. So sei man besser in der Lage, sich über Fehler und Probleme auszutauschen. Live demonstrierte er ein Ubuntu für Android in Aktion, das nun offenbar auch SMS senden und empfangen kann.
Schließlich verwies Shuttleworth auf die neuen Entwicklungen im Server-Bereich. Er hob Juju hervor, das nun mit Hilfe der so genannten Charms erlaube, in der Cloud schnell und einfach Dienste aufzusetzen - als Beispiel nannte er einen neuen Charm für Tomcat. Er nannte Cloud-Images von Ubuntu für die Windows-Cloud Azure und die Fortschritte bei MaaS (Metal as a service) als weitere Beispiele. Mit MaaS sei es nun möglich, mehrere Cluster mit Ubuntu zu füllen.
Der jährliche Ubuntu Developer Summit (UDS) trägt diesmal den Zusatz "R" (UDS-R), weil die Ubuntu-Entwickler auf dem UDS stets die Zukunft der anstehenden Ubuntu-Release besprechen - und das ist diesmal 13.04 oder "Raring Ringtail".





