Open Source im professionellen Einsatz

Illumos plant wirklich freies Open Solaris

04.08.2010

Die unfreien Bestandteile in Open Solaris haben einige Entwickler bewogen, mit dem Projekt Illumos diesen Zustand zu ändern.

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Die Bibliothek "libc_i18n", der NFS-Lock-Manager, Teile des Crypto-Frameworks und einige wichtige Treiber seien closed Source, zählt Projektleiter Garrett D'Amore von Nexenta Systems auf. Grund genug um mit Illumos (Illumos = Illum + OS = "Light + OS") einen Fork von Open Solaris auf Basis von OS/Net anzugehen, der gänzlich Open Source ist. Das Projekt sieht sich unabhängig von Open Solaris und auch von Unternehmen. Illumos könne demzufolge auch nicht von involvierten Firmen beeinträchtigt werden. D'Amore spielt auf die durch die Übernahme von Sun durch Oracle derzeit ungeklärte Situation von Opensolaris an. Allerdings wolle man auch nicht in Konkurrenz zu Solaris treten, heißt es in der Projektpräsentation von D'Amore und man habe Oracle angeboten, sich zu beteiligen.

Derzeit zähle Illumos etwa ein Dutzend Entwickler. Das Betriebssystem soll vollständig kompatibel zu Solaris sein. Über die Lizenz ist man sich noch nicht gänzlich einig. BSD oder MIT sind als mögliche Lizenzkandidaten genannt. Weitere Informationen hält die Webseite von Illumos vor.

Der ehemals bei Sun Microsystems als Open-Source-Verbindungsmann beschäftigte Simon Phipps gibt in einem Blogbeitrag Illumos gute Chancen und sieht die Open-Solaris-Community aufatmen, nachdem sich Oracle laut Phipps seit einem halben Jahr nicht mehr zur Zukunft von Open Solaris geäußert habe. Zudem sieht Phipps die wichtigsten Open-Solaris-Entwickler und -Anbieter hinter Illumos stehen, unter anderem Nexenta, das mit Nexentastor eine eigene Storage-Lösung auf Basis des Betriebssystems betreut.

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