IBM: Das Open-Source-Patentversprechen gilt!
Bei einer Festveranstaltung zum zehnjährigen Bestehen der Linux-Entwicklung auf IBMs "System z" versichern leitende Mitarbeiter, dass das so genannte "Patentversprechen" von Big Blue aus dem Januar 2005 unverändert für Open-Source-Projekte gilt - die Betonung liegt auf "Open Source".
Seinerzeit versprach IBM, 500 seiner rund 40.000 eingetragenen Patente niemals gegen Open-Source-Projekte einzusetzen. Der aktuelle Rechtsstreit mit dem französischen Unternehmen Turbo Hercules sorgt bei einigen Beobachtern für Unruhe. Der Entwickler und Unternehmensgründer Roger Bowler wollte den Emulator Hercules auch kommerziell nutzen, nach einer abschlägigen Auskunft von IBM wandte er sich an die Wettbewerbshüter der Europäischen Union. Dies erwiderte IBM mit einem Anwaltsschreiben und Hinweis auf seine Patente, was wiederum nervöse Reaktionen einiger Aktivisten zur Folge hatte.
Nun feiert IBM dieser Tage das zehnjährige Jubiläum der Linux-Entwicklung auf System z, ein guter Anlass für Linux-Magazin Online, auch zu diesem aktuellen Thema nachzufragen: "Das Open-Source-Versprechen aus dem Januar 2005 gilt unverändert", so Alexander Stark, bei IBM Leiter des System-z-Programms, und ergänzt: "das gilt für alle echten Open-Source-Projekte". Er und seine Kollegen betonen, dass sie zu dem laufenden Verfahren keine Stellung nehmen könnten. Übereinstimmend sehen sie ihr Unternehmen jedoch weiter strikt auf dem vor Jahren eingeschlagenen Open-Source-Kurs.





