Open Source im professionellen Einsatz

IBM-Bladecenter für den Schreibtisch

13.06.2007

Ein Bladecenter, das auf den Schreibtisch passt - so preist IBM das heute erstmals vorgestellte Produkt Bladecenter S an.

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Das Produkt soll sich speziell an den Bedürfnissen kleiner und mittelständischer Firmen orientieren, denen es eine Verkleinerung des Platzbedarfs um 85 Prozent verglichen mit einzelnen Servern im Rack verspricht. Das System lässt sich an die normale Stromversorgung anschließen und fasst bis zu sechs Blade-Einschübe.

Auch die Konfiguration über eine grafische Oberfläche mit Wizards soll Anwendern entgegenkommen, die kein eigenes Rechenzentrum betreiben können. Auf diese Weise läst sich auch eine große Anzahl Systeme vorkonfigurieren, die dann beispielsweise in Zweigstellen und Filialen ohne Administrator einsetzbar sind.

Das Bladecenter S eignet sich laut IBM besonders dafür, typische Anwendungen in kleinen und mittleren Umgebungen, die heute zumeist auf viele Server verteilt sind, in einem System zu konsolidieren. Dazu zählen beispielsweise Mailserver oder Groupwarelösungen plus Firewall und Datensicherung oder File- und Printserver.

IBMs Bladecenter S soll ins Büro bringen, was sonst nur im Rechenzentrum Platz findet.

Laut dem US-Marktforscher Gartner betreiben Unternehmen mit 100 bis 1000 Beschäftigen im Schnitt 25 bis 45 Server, von denen je zehn einem Aufgabengebiet zuzuordnen sind. Würden Server gleicher Funktion in jeweils eines der neuen Bladecenter verlagert, könnte die Zahl der installierten Geräte drastisch sinken, rechnet IBM. Das neue Modell könne so das heute bereits am schnellsten wachsende Marktsegment der Bladeserver weiter beflügeln, indem es ihm eine Vielzahl neuer Anwendungsbereiche erschließt.

Das Bladecenter S wird ab dem dritten Quartal diesen Jahres verfügbar sein und soll laut Hersteller nicht teurer sein als die entsprechende Menge einzelner Server für die Rackmontage.

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