Laut Blogeintrag vom Ubuntu-Designer Christian Giordano befindet sich die Technologie in den Kinderschuhen und es gibt keine konkreten Pläne für den Einsatz in Ubuntu. Die Experimente sollen lediglich einen Denkanstoß geben und sind zugleich eine Reaktion auf Entwicklungen wie die Wii, Microsofts Kinect und Apples I-Phone, die mit neuen Steuerungsformen experimentieren. Die zum Einsatz kommende Gesichtserkennung entstammt der freien Software Processing.

In dem Blogeintrag ist ein Video verlinkt, in dem ein Entwickler die Bewegung seines Desktops mit Hilfe eigener Bewegungen steuert: Eine Webcam filmt den vor dem Monitor sitzenden Menschen. Das Bild der Kamera wechselt in den Vollbildmodus, sobald der Entwickler "relaxt" und sich bequem im Sessel zurücklehnt. Auch auf seitliche Bewegungen reagiert der Rechner. Weitere Ideen für den alltäglichen Einsatz der Technik sind, eine Nachricht im Vollbild anzuzeigen, sobald der Nutzer das Blickfeld der Kamera verlässt. In diesem Fall kann er Nachrichten auch aus der Ferne lesen. Weitere Vorschläge sammeln die Kommentatoren des Blogeintrags. Sie reichen von Gesichtserkennung und Freigabe des Desktops bis hin zum Einsatz für die barrierefreie Computernutzung oder Flugsimulatoren.

Einen frei verfügbaren Workshop für Processing unter Linux gibt es auf der Linux-Community.