Ab sofort ist das Linux-Magazin 06/2009 mit dem Schwerpunkt Netbooks auf Linux-Magazin Online frei zugänglich. Aus dem Inhalt:

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Knüppel aus dem Sack. Chefredakteur Jan Kleinert verfährt im Editorial metaphorisch mit Fahnenflüchtigen.

Aktuell

Terrorzellen: Als das Linux-Magazin einem Tipp eines Informanten nachging, ahnte die Redaktion nicht, dass sie sich einer halben Million sensibler Datensätze gegenübersah.

Titelthema Netbooks

Intro: Keine andere Geräteklasse macht im Markt eine derart attraktive Figur wie die handlichen Netbooks. Käufer honorieren selbst in der Wirtschaftskrise ihre Anmut. Nur Linux gibts in der aktuellen Modesaison immer seltener von der Stange. Der Magazin-Schwerpunkt verhilft dem Accessoire zu Glanz.

Zweite Welle: 2008 war das Jahr der Netbook-Schwemme. 2009 geht es in die nächste Runde: Preis- und Leistungsgrenzen weichen auf und große Hersteller holen das Kleine aus der Schmuddelecke. Außerdem blühen 2009 in der Netbook-Landschaft neue Hardwareplattformen und Funkvernetzung.

Glückliche Zwerge: Uralt-Windows auf dem Netbook - das muss nicht sein! Linux bietet mit für Netbooks optimierten Distributionen eine viel bessere Usability. Welche Linux-Varianten sich besonders für kleine Bildschirme und unkomfortable Trackpads eigen, testet dieser Artikel.

Themen-Projekteküche: Webcams sind omnipräsent - die Videotelefonie via Internet gibt der Kommunikation eine persönliche Note. Aber erst mit Anwendungen wie Cheese und Webcamstudio erschließt sich das kreative Potenzial der Internet-Telefonie.

Software

Intro in eigener DVD-Sache: Kioskkäufer und Abonnenten der DELUG-Ausgabe des Linux-Magazins aufgepasst: Mit dieser Ausgabe startet die Redaktion ein neues DVD-Konzept.

Aufpoliert: Die Bash begleitet Linux seit seinen Kindertagen. Trotz ihres biblischen Alters und ihres hohen Reifegrads feilen die Entwickler immer noch an der Shell. Kürzlich veröffentlichten sie Version 4.0. Das Linux-Magazin schaut sich an, ob ein Umstieg lohnt.

Tooltipps: W2do 2.2.1 - To-do-Liste für die Konsole, Diffstat 1.47 - Veränderungen in Dateien statistisch auswerten, Dualserver 6.4 - DNS- und DHCP-Server all in one, Getmail 4.9.0 - Leistungsfähige Fetchmail-Alternative, Uni2ascii 4.12 - Zeichenkodierungen konvertieren, Toast 1.465 - Selbst kompilierte Software verwalten.

Universell verbinden: Preislisten aus Warenwirtschaftssystemen oder Adresslisten aus der Human-Ressources-Datenbank erzeugen: Dafür gibt es in vielen Unternehmen ein Kartenhaus an Skripten, Batchjobs und langen SQL-Abfragen. Ärgerlich, wenn sich niemand mehr an ihre Funktion erinnert. Open Studio will Übersicht schaffen.

Bitparade: Mindmaps fördern die Kreativität, sagen die Psychologen. Wer davon profitieren will, dem stehen unter Linux gleich mehrere Programme zur Auswahl, die jeweils eigene Stärken und Schwächen haben.

Ein Quantum GIS: Die Erde hält einen Moment inne - denn Quantum GIS 1.0 ist da! Das Desktop-GIS-Tool kombiniert freie Software, freie Kartendaten und einen eigenen Adressdatenbestand.

Sysadmin

Intro: Aus dem Alltag eines Sysadmin. Charlys heutiger Kandidat, der Balancer HA-Proxy, verteilt nicht nur die Last zwischen Servern auf wie ein Held, sondern hilft auch Admins dabei, ihre Phobie gegen dicke Konfigurationsdateien zu überwinden.

Zentrale Kontrolle: Ein zentraler Linux-Logserver sichert die Protokolldateien der Windows-Server und einer Cisco-Firewall. Für den Admin gibt's übersichtliche Web-GUIs dazu.

Alles inklusive: Viele kennen und nutzen Nmap. Nur wenige aber bedienen sich des mächtigen Werkzeugkastens, der im Laufe der Zeit rund um den eigentlichen Portscanner entstand.

Forum

Spielplatz zum Lernen: Eine Million Schüler in über 40 Ländern verwenden den XO-1-Computer des OLPC-Projekts im Schulunterricht. Dessen intuitive Oberfläche Sugar gibt es nun auch für andere Plattformen.

Debianopolis: Das Debian-Projekt ist so vielfältig wie kaum ein anderes in der FOSS-Szene. Eines dieser Unterprojekte machte im April Furore - Debian KFreeBSD hat als erstes System ohne Linux-Kernel den Weg auf die Debian-Mirrors gefunden.

Tux liest: Schon sehr bald werden nur noch IPv6-Adressen zu haben sein. Ein Buch hilft die Umstellung jetzt vorzubereiten. Ein anderes rückt die oft verborgenen Sicherheitsrisiken von VoIP ins Rampenlicht.

Recht einfach: In dieser Ausgabe geht's um Haftung für Internet-Zugangsvermittlung, den Verkauf von vorinstallierten Linux-PCs mit Projekt-Logos und um die Nutzungsbedingungen von Business-Distributionen.

Programmieren

Intro: Sorglos oder gedankenlos? Wenn Codegeneratoren Quelltext für Codegeneratoren erzeugen, läuft ebenso etwas falsch, als wenn man versuchte, Festplatten mit kleinen Magneten zu formatieren. In der Diskussion über Hilfe durch Frameworks und Toolkits gerät manchmal die Beherrschbarkeit eines Softwaresystems verloren.

Deko mit Nutzen: Mit Python-Dekoratoren lässt sich die Kernfunktionalität einer Anwendung von der erweiterten Funktionalität trennen. Ein Codebeispiel, das die Berechnung von Fibonacci-Zahlen mit einem Wertecache beschleunigt, demonstriert die Eleganz dieses aspektorientierten Ansatzes.

Perl-Snapshot: Perl führt Buch über Online-Bestellungen. Eine Datenbank auf der Grundlage des verteilten Versionskontrollsystems Git merkt sich mit Hilfe eines Perl-Skripts Bestellungen aus dem Internet und hilft so den Überblick zu wahren. Bei Wareneingang aktualisiert der Käufer seine Lagerbestände.