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Finnlands Schulen nutzen Ubuntu

Während man in Deutschland oft noch telefonisch das Passwort für das Windows-basierte Schulnetz erfragt, setzt Finnland schon im großen Stil auf Linux-Lösungen, insbesondere auf Ubuntu.

Mittlerweile gibt es eine Google-Maps-Seite, die den Einsatz von freier Software an finnischen Schulen visualisiert. Klickt man auf die Karte, erscheinen in den Umrissen von Finnland grafische Zeiger auf die Schulen, die Open-Source-Software und Linux einsetzen.

Besonders häufig kommt dabei laut dem finnischen Zentrum für Open-Source-Lösungen LTSP mit Ubuntu zum Einsatz. Das bestätigt auch die Karte, auf der die meisten Schulen auf Systeme der Firma Opinsys setzen. Die wiederum benutzt ein Ubuntu-basiertes LTSP.

LTSP ist das Linux Terminal Server Project. Ein zentraler Server versorgt hier altersschwache und aktuelle Rechner gleichermaßen über das Netzwerk mit Desktops. Die Technik eignet sich besonders für Schulen, an denen Rechner aus unterschiedlichen geschichtlichen Epochen zum Einsatz kommen.

(Kristian Kißling)
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Kommentare (5)
von
Michael,
10.09.2010 20:32
Das leidige Passwort...
Bei mir an der Schule (bin selbst Schüler an einem Saarländischen Gymnasium) gibt es auch immer wieder Probleme mit dem Passwort. Unser Sysadmin hat wohl zu wenig zu tun, und ändert alle drei Wochen mit schöner Regelmäßigkeit alle Passwörter auf allen Rechnern. Nicht, dass auf den Rechnern irgendwas interessantes gespeichert wäre, sogar die ganz normalen Workstations für die Schüler in der Bibliothek sind passwortgeschützt.
von
Thoralf,
10.09.2010 10:36
nicht nur in Finnland!
Auch hierzulande gibt es schon einige Schulen die sich Microsoft's Dominanz entzogen haben: http://wiki.ubuntuusers.de/Edubuntu/Schulen
Ich selbst setze gerade ein Edubuntu System in einer Schule in der Nähe vom Leipzig ein.
von
Kristian,
07.09.2010 22:50
Passwort erfragen
Ich hab das so an einer Schule erlebt. Da wurde mit einer externen Stelle telefoniert, um das BIOS-Passwort zu erfragen. Das wurde gebraucht, um ein Live-System zu booten. Selbst die IT an der Schule hatte also das Passwort nicht.

Wenn ich mit Lehrern spreche, berichten die meist von zentral verwalteten Rechner-Pools, die fest in der Hand von Microsoft sind. Die Lehrer an den Schulen würden das System gern ändern, haben es aber nicht in der Hand.
von
rudi,
07.09.2010 12:12
telefonisch?
Das mit dem "telefonischen Erfragen das Passworts" verstehe ich nicht.
Wieso wird das in Deutschlands Schulen gemacht?
von
steve,
01.01.1970 01:00
...
Das größte Problem ist doch, dass Lizenzen bezahlt werden müssen. Da sich die Schulen das nicht leisten können, wird halt alte Software verwendet. Software natürlich von Microsoft.

Ich bin derzeit auf der Berufsschule und könnte mich jeder mal über diese Zustände aufregen. Was wird im Unterricht gelehrt? - Natürlich MS Word etc.. Und da sind Versionen dabei... O-man...

Dann sind die PCs von vor 10 Jahren - dementsprechend leistungsfähig. Man kann ja nicht mal sagen, dass ein Upgrade auf Windows 7 irgendetwas ändern würde. Im Gegenteil - die PCs würden wahrscheinlich beim Booten abstürtzen. Diese Lösungen, die da eingesetzt werden sind auch nur mehr oder weniger halbherzig. Man könnte meinen, die Leute, die das eingerichtet haben, hatten einfach keinen "Bock" etwas zu machen.

Ich hoffe Linux/Ubuntu wird sich weiter im Bildungsbereich durchsetzen. Das wäre ein Zugewinn für alle Seiten. Die Schulen würden sparen -> haben auch keinen Mehraufwand (warum auch) und die Schüler könnten endlich mal was richtiges im Informatik-Unterricht lernen.

Ich kann das einfach nicht verstehen, warum UMBEDIGT Windows auf den Rechnern sein muss. Es bietet in keinster Weise Vorteile - nein im Gegenteil - nur Probleme; und da meint man mit Linux hat man Probleme. Wenn ich mir den Fasching manchmal anschaue, den es mit den Rechnern gibt, könnte ich schreien (mal abgesehen von den überaus gebildeten Lehrkräften, die Ihren Wochenendkurs in Datenverarbeitung "erfolgreich" absolviert haben)