Open Source im professionellen Einsatz

Fedora 18 auf 2013 verschoben

09.11.2012

Es hatte sich angedeutet, dass es dieses Jahr nichts mehr mit der nächsten Fedora-Version werden würde. Jetzt haben die Entwickler ganz offiziell den Release-Termin auf nächstes Jahr verschoben.

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Freie Linux-Distributionen sind eben fertig, wenn sie fertig sind. "It's done, when it's done" lautet ein Mantra, das auch Debian-Entwickler gut kennen. Während Canonicals Ubuntu auf feste Release-Termine setzt (zweimal im Jahr), setzen Community-Distributionen wie Fedora oder Debian eher auf die Qualitätskarte und verschieben ihre Veröffentichungen schon mal, um ihrer Meinung nach bessere Software heraus zu bringen.

Zum ersten Mal führt das jetzt bei Fedora dazu, dass in einem Jahr nur eine Version der Red-Hat-Variante herauskommt. Glaubt man den Release Notes, wird die Beta der sphärischen Kuh (FC 18 "spherical cow") zwar noch dieses Jahr erscheinen, aber die finale Variante dürfte wohl frühestens im Januar, eher erst im Februar zur Verfügung stehen. Ursprünglich war die Nummer 18 für November geplant, jetzt hat die Community entschieden, die Beta am 27.11.2012 zu bringen, was die Final vorläufig auf den 8. Januar verschiebt. Doch die zahlreichen durchgestrichenen Termine im Wiki sprechen eine deutliche Sprache. Vor allem Installer, aber auch die Teams, die sich mit Upgrades und Secure Boot beschäftigen, bräuchten einfach etwas mehr Zeit, heißt es auf Mailinglisten - und man wolle sich eben nicht sklavisch an Deadlines halten.

Verschoben: Fedora-18-Releases.

An dem Veröffentlichungstermin hängt auch der Support für die älteren Fedora-Versionen: Die haben eigentlich eine garantierte Laufzeit von 13 Monaten, was sich in diesem Fall aber automatisch verlängert.

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