Dazu ist neben dem Systemd-Paket auch die D-Bus-Version aus dem Experimental-Repository zu installieren. Auf der Kernel-Seite sind die in Debian Squeeze enthaltenen Pakete geeignet. Um mit Systemd das essenzielle Paket Sysvinit zu ersetzen, sind einige besondere Handgriffe erforderlich, die auf einer Seite im Debian-Wiki beschrieben sind.

Hinter dem Systemd-Paket für Debian stehen der norwegische Entwickler Tollef Fog Heen als Maintainer sowie Michael Biebl und Sedat Dilek. Im Experimental-Zweig befindet sich derzeit Version 11, die Entwickler bereiten Version 13 vor. Zu ihren Zielen gehört der Einsatz der Mount-Funktion von Systemd sowie stärkere Integration die Distribution, beispielsweise durch das Liefern von Systemd-Service-Dateien in Softwarepaketen. In der übernächsten Debian-Release 7.0, Codename Wheezy, soll das Init-System als Option installierbar sein.

Daneben hat der Systemd-Erfinder und Red-Hat-Mitarbeiter Lennart Poettering in seinem Blog ein Update aus der Entwicklung des Upstream-Projekts gegeben. Unter anderem vermeldet er C-Code, der sich um das Herunterfahren des Systems kümmert und dabei zuverlässig und schnell verbliebene Prozesse stoppen und die restlichen Dateisysteme aushängen soll. Außerdem gibt es nun eine minimale Read-Ahead-Implementierung für Festplatten und Solid-State-Disks. Auch für Laufwerkverschlüsselung mittels Crypttab und Luks/DM-Crypt biete Systemd nun Unterstützung, lässt Poettering wissen. Weitere Details finden sich in seinem Blogeintrag, einzelne Themen möchte er in weiteren Beiträgen vertiefen.