Der Server stellt Dateien über eine Weboberfläche und per Webdav-Protokoll bereit, auch mit SSL-Verschlüsselung. Ist der Dienst auf einem im Internet erreichbaren Server installiert, kann der Anwender von allen Standorten aus auf seine Daten zugreifen. Das gelingt dank offener Standards auf vielen Betriebssystemen und mit zahlreichen Programmen, unter KDE beispielsweise mit dem Webdav-KIOslave. Selbst von einem Smartphone aus sind die Dateien zugänglich.

Die Software ist in PHP 5 umgesetzt und verwendet derzeit MySQL als Datenbankserver. In Zukunft soll SQLite als Datenspeicher dienen, unter anderem, um die Installation zu vereinfachen. Außerdem sind Versionierung, automatisches Backup und eine Plugin-Schnittstelle geplant. Sobald eine Benutzerverwaltung umgesetzt ist, sollen die Anwender Dateien miteinander teilen können.

Die Beta-Software ist unter APGLv3 lizenziert und steht im Git-Repository des Owncloud-Projekts im Quelltext bereit. Frank Karlitschek sucht laut seinem Blogeintrag noch Mitstreiter für das Projekt, erwünscht sind PHP-Kenntnisse für den Server und Qt-Know-how zum Programmieren von Client-Anwendungen.

Das Owncloud-Projekt möchte Anwender, die ihre Daten über Dienste wie Google Docs, Flickr und Pandora verstreut haben, wieder zum Herrn über ihre eigenen Daten machen. Dazu soll Cloud-Software entstehen, die die Anwender oder die Community selbst betreiben können und die offene Schnittstellen verwendet.