Open Source im professionellen Einsatz

Deutsches Finanzministerium will Apps nicht als Open-Source veröffentlichen

10.10.2012

Zollpflichtig oder nicht - diese Frage klärt eine App, die das bundesdeutsche Finanzministerium veröffentlicht hat. Die mit Steuergeldern entwickelte Anwendung solle allerdings nicht als Open-Source freigegeben werden. So weit kein Problem, wäre da nicht eine seltsam anmutende Begründung.

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Gegenüber Joinup, einem Portal der Europäischen Kommission, sagte ein Sprecher des Ministeriums, man gebe die Software wie auch die anderen beiden vom deutschen Finanzministerium entwickelten Apps gerne an andere interessierten Stellen weiter, werde sie jedoch nicht als Open-Source veröffentlichen - "weil der Fokus der App nur auf Deutschland liege.", zitiert Gijs Hillenius das Amt.

Seit Juli hilft die App "Zoll und Reise" Android- und Apple-Usern dabei, schnell herauszufinden, welche und wieviel Waren sie mit nach Hause nehmen dürfen. Das Finanzministerium hat derzeit mehrere Anwendungen am Start, in Google Play finden sich von ihm zwei weitere Apps: Eine zur Berechnung der KFZ-Steuer, sowie der News-Reader BMF-News. Die BMF-App dagegen stammt vom österreichischen Finanzministerium.

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