Debian und Ubuntu sollen schneller booten
Auf einem Treffen in Canonicals Hauptquartier in London diskutierten Entwickler von Debian und Ubuntu darüber, wie man die Bootzeiten der beiden Distributionen verkürzt.
Der Vorschlag für die Kooperation in dieser Frage kam von Mark Shuttleworth, weitere Planungen sollen auf der Debconf 09 stattfinden. Erste Ergebnisse der Zusammenarbeit lassen sich auf Ubuntus Mailingliste nachlesen. Diese ist wichtig, weil die Beschleunigung der Bootzeiten eine komplette Überarbeitung der Boot-Sequenzen erfordert. In diesem Rahmen macht ein Wechsel von Sysvinit zu Upstart Sinn.
Das Ubuntu-Projekt will am liebsten bereits für die Version 10.04 komplett auf Upstart setzen, erste Änderungen könnten bereits in die Version 9.10 einfließen. Die Frage ist, ob das Debian-Projekt diesem Schritt folgen würde. Der Debian-Entwickler Petter Reinholdtsen meldete bei dem Treffen begründete Vorbehalte gegenüber dem Schritt an, was zu einer Diskussion führte, wie man den Übergang praktisch und möglichst schmerzlos gestalten könne. Neben den dazu notwendigen Code-Änderungen wurde auch eine weitergehende Zusammenarbeit nach dem Treffen diskutiert.
Auf der Debconf sollen nun die weitere Planung für einen Wechsel folgen. Weitere Hintergründe zum Thema Sysvinit/Upstart erklärte Colin Watson auf Ubuntus Devel-Discuss-Mailingliste, als Antwort auf die Anfrage eines Ubuntu-Users. Wen die Aufzeichnungen zu dem Treffen der Debian- und Ubuntu-Entwickler interessieren, der findet hier weitere Notizen vom Event.





