Die Release von Debian 9 “Stretch” ist auf dem Weg. Secure Boot wird allerdings doch nicht in der neuen Version landen, dafür ist NFtables einsatzbereit.
Auf der Mailingliste kündigte Jonathan Wiltshire an, das Release-Team wolle Secure Boot nun vorerst nicht mehr in Debian 9 aufnehmen. Bislang galt Secure Boot als ein Release-Blocker, von dessen Fertigstellung also die komplette Debian-9-Veröffentlichung abhängt.
Wiltshire argumentierte, das Entwicklerteam habe nur eine begrenzte Zeit, um an dem Feature zu arbeiten, und es gebe ein zu großes Risiko, durch übereiltes Entwickeln Bugs einzuführen. Zugleich sieht er aber die Möglichkeit, dass Secure-Boot-Support nachträglich in Stretch landet.
Von anderer Stelle gibt es hingegen erfreuliche Nachrichten: IPtables-Nachfolger NFtables soll in Version 0.7 in Debian Stretch landen, korrespondierend zum Kernel 4.9. Da die Software IPtables ersetzt, empfiehlt Blogpost-Verfasser Arturo Borrero González, über eine Migration von IPtables nachzudenken. Das sei dank verschiedener hilfreicher Tools nicht allzu schwer.
Zugleich kündigte er an, dass es für Debian 9 wohl auch Backports künftiger Kernel- und NFtables-Versionen geben wird und demonstriert an ein paar Beispielen, wie sich Firewalls mit NFtables konfigurieren lassen.
Auch wenn Debian 9 vor der Tür steht, ist der Support für Version 8 nicht eingestellt. Vielmehr haben die Entwickler gerade ihre Installations-ISOs auf Version 8.8 aktualisiert. Mit an Bord sind vor allem Security-Updates für die stabile Version sowie ein paar Patches die ein paar ernstere Probleme beheben. Die Details stehen in der Ankündigung.




