Das US-amerikanische Unternehmen Xaware hat seine gleichnamige Open-Source-Software zur Datenintegration mit der Versionsnummer 5.1 GA aktualisiert und verspricht Software-Entwicklern weitere Produktivitätssteigerung.
Im November 2007 hatte das Unternehmen die Software unter der General Public License (GPL) v2 veröffentlicht, nun folgt das erste Update. Hauptaufgabe der Datenintegration ist es, Daten und Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuführen und somit die Weiterverarbeitung zu erleichtern. Bei der Freigabe von Xaware mit seinem Eclipse-basierten Entwicklungswerkzeug stellte das Unternehmen den Nutzern seiner Lösung denn auch schnellere und einfachere Entwicklungsarbeit und höhere Produktivität in Aussicht. Und selbstverständlich soll die neue Version 5.1 mehr bieten: Insbesondere die Entwicklung Service orientierter Architekturen (SOA), komplexer Internet-Anwendungen (Rich Internet Application RIA) und Software als Dienstleistung (SaaS) soll dank Xaware 5.1 beschleunigt werden. Besonders verbessert wurden nach Aussagen des Unternehmens die Textverarbeitung, das XML-Schema-Management und -Bewertung sowie die so genannten REST-Funktionalitäten zum Entwurf und Prüfen der Daten. REST steht hierbei als Abkürzung für Representational State Transfer, eine Software-Architektur für verteilte Hypermedia-Systeme wie beispielsweise das World Wide Web. Außerdem verspricht Xaware, dass die Speicherprozesse für MySQL und DB2 besser unterstützt werden. Neu dabei ist ist eine JMX Komponente für bessere Prozessüberwachung.
Die Verbesserungen in Xaware 5.1 sind nach Aussagen des Unternehmens in erster Linie den Anregungen der Open-Source-Entwicklergemeinschaft zu verdanken. Insgesamt betrachtet Xawaredie Freigabe der Software als Erfolg und verweist auf mehr als 150.000 Downloads in den letzten acht Monaten. „Die Beteiligung der Community ist essentiell für die Entwicklung robuster Open-Source-Software“, meint Kirstan Vandersluis, Mitgründer und Chefwissenschaftler bei Xaware. Er beschreibt den Entwicklungsprozess des Projekts: „Entwickler aus aller Welt haben dabei geholfen, Xaware zu optimieren, indem sie Funktionalitäten angefragt haben, Fehler identifiziert haben und Rückmeldungen geliefert haben, die für die künftige Richtung des Produkts wichtig sein werden.“ Die Software steht auf der Webseite xaware.org zum kostenlosen Download zur Verfügung. Geld verdienen will das Unternehmen mit kostenpflichtigem Support, die Kosten pro Server pro Jahr liegen bei rund 2.000 US-Dollar, umgerechnet 1330 Euro.
Glaubt man dem Marktforschungsunternehmen Gartner, ist Hilfestellung bei der Datenintegration a la Xaware in der Software-Entwicklung dringend notwendig: Gerade wegen der hohen Anforderungen von Technologien wie SOA und RIA bei gleichzeitig immer schnellerem Entwicklungstempo müssten Software-Entwickler ihre Produktivität verhundertfachen, prophezeien die Analysten als Anforderung der kommenden Jahre. Dementsprechend ist Xaware ist nicht der einzige Anbieter von Open-Source-Datenintegration: Beispielsweise das französische Unternehmen Talend oder das russisch-US-amerikanische Unternehmen Apatar bieten ähnliche Lösungen.



