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Canonical verstärkt Engagement für Moblin

Das Unternehmen hinter Ubuntu macht seine aktuelle, zweifache Beteiligung an Intels Mobil-Geschäftsbereich bekannt: Moblin wandert auf den Ubuntu Netbook Remix und dieser wiederum auf Intels Classmate PC.

Auf der Computex in Taiwan stellt Canonical derzeit eine Version des Ubuntu Netbook Remix (UNR) vor, die auf die Linux-Plattform für Netbooks und MIDs Moblin aufsetzt. Auch offiziell verkündet jetzt die Ubuntu-Firma, sich mit einer Moblin-UNR-Version an dem Moblin-Projekt zu beteiligen. Auf dem Fuße folgt aus Taiwan die Bekanntmachung, dass Canonical als Intels Partner an einer UNR-Version für Intels Classmate PC arbeiten wird.


So soll der Ubuntu-Netbook-Remix aussehen, der Moblin integriert. Canonical stellt die Software, die noch nicht verfügbar ist, derzeit auf der Computex in Taiwan vor.

Der Classmate PC von Intel lässt alte Glocken läuten. Initiativen wie der Classmate und der OLPC standen mit ihrem Aufkommen 2007/2008 ganz am Anfang der Geräteklasse Netbook, als es den Begriff noch gar nicht gab. Moblin ist ein schlankes Linux aus dem Hause Intel, das die seit etwa März 2008 existierenden Atom-Plattformen besonders gut unterstützen soll. Die Moblin-Story gründet wegen ihrer Ausrichtung auf Intels Atom-CPU ebenfalls im Netbook-Frühling: Moblin entstand vor fast genau einem Jahr als gemeinsame Initiative von Intel und Wind River. Der Ubuntu Netbook Remix entstand einen Monat später. Zeitgleich beschäftigte sich die Firma Canonical im MID-Bereich bereits mit Moblin, die schon seit 2007 für eine Ubuntu-basierte Mobilplattform mit Intel zusammen arbeitete. Ende 2008 schuf Intel in Taiwan ein eigenes Entwicklungszentrum für das neue Linux, womit der Chipkonzern seiner Favorisierung von Linux auf dem Mobilmarkt klar Ausdruck gab. Zunächst setzte sich das spukhafte Good OS damit in Beziehung, das eine Zeit lang als Linux-basiertes Kompilat von Google-Webanwendungen auf Wal-Mart-Rechnern von sich reden machte. Bald stieg LG und zuletzt im Mai 2009 Novell in das Moblin-Boot ein. Intel hat sein Netbook-Linux inzwischen in die Hände der Linux Foundation gegeben. Es liegt seit Kurzem in Version 2 (Beta) vor.

(Anika Kehrer)
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