Open Source im professionellen Einsatz

Angekündigt: Ubuntu for phones

03.01.2013

Der Ansturm war groß genug, um die Webseite von Canonical für ein paar Minuten zu blockieren. Das Resultat war tatsächlich eine Überraschung, denn Ubuntus Hauptsponsor Mark Shuttleworth stellte in einem Video "Ubuntu for phones" vor.

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Diese spezielle Ubuntu-Version soll in Zukunft auf alle möglichen Smartphones laufen - konkrete Geräte wurden aber eben so wenig angekündigt wie geplante Kooperationen mit Hardware-Partnern. In einem 20-minütigen Video stellt Shuttleworth einige der Features des neuen Handy-Betriebssystems vor. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Webseite.

So soll Ubuntu for phones aussehen (Bild: ubuntu.com).

Native Webapps sollen auf "Ubuntu for phones" ebenso laufen wie QML-Anwendungen. In der Tat stellt Canonical eine QML-Entwicklungsumgebung für Android bereit, wobei native QML-Anwendungen vollen Zugriff auf alle OpenGL-Funktionen haben. Auch HTML-5-Apps anderer Plattformen lassen sich laut Shuttleworth einfach für das Ubuntu-System portieren. Die Kern-Anwendungen (Uhr, Kalender etc.) seien von nun an ebenfalls offen für Designer und Entwickler, stellte Shuttleworth klar. Dabei benutzt "Ubuntu for phones" offenbar den Android-Kernel mitsamt Android-Treibern. Wer sich ein Demo von "Ubuntu for phones" anschauen will, kann das auf der amerikanischen Unterhaltungselektronik-Messe CES tun.

Eines wurde allerdings auch klar: Offenbar sucht Ubuntu nach wie vor nach einem Hersteller, der Geräte mit einem vorinstalliertem Ubuntu verkauft. Und Entwickler können zur Zeit lediglich Apps für das Smartphone entwickeln - die Links zu den Webseiten für Entwickler funktionieren jedoch noch nicht. Ein offizielles Image für Experimente scheint es auch noch nicht zu geben. Wer sich für die ersten verfügbaren Geräte mit vorinstalliertem Ubuntu interessiert, kann aber auf der Webseite seine E-Mail-Adresse hinterlassen.

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