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Beim Einrichten eines Mailaccounts hilft Thunderbird 3 mit einem verbesserten Wizard: Er überträgt den Domainnamen einer neuen Mailadresse an einen Mozilla-Server, um in der dort abgelegten Datenbank nach Informationen zu IMAP-,POP- und SMTP-Servern zu suchen. Im Test gelang dies allerdings nur bei der Ersteinrichtung (Abbildung 2), der Dialog fragte wie versprochen lediglich Name, Mailadresse sowie Passwort ab und präsentierte dann die richtigen Server. Richtet der Anwender später noch einen zweiten Account ein, erscheint der ältere Wizard, der diese Funktion nicht bietet.

Thunderbird bietet in der neuen Version an, für jeden Mailaccount einen Archivordner anzulegen. Dorthin verschieben Anwender E-Mails, die sie nicht mehr in der Inbox belassen wollen, für die es aber noch keinen passenden Ablageort gibt. Bei einer globalen Suche nach Mails findet das Programm solche Nachrichten noch. In der Anzeige einer Mail erlaubt ein neuer Button »Archiv« das schnelle Verschieben, das Gleiche bewirkt ein Druck auf [A]. Beim Einsatz eines Google-Mailaccounts (wo es auch ein Archivkonzept gibt) nutzt Thunderbird für diese Funktion automatisch den passenden Google-Ordner und kennt auch Googles Lokalisierungen für verschiedene Sprachen.


Abbildung 2: Der Account Wizard findet selbstständig die richtigen Angaben zu STMP- und IMAP- oder POP-Server heraus - leider nur bei der Ersteinrichtung.

Ein nettes Detail am Rande betrifft die Anzeige der Header-Informationen: Hier erkennt Thunderbird jetzt den Inhaber eines Mailaccounts. In den Feldern »Von« und »An« zeigt das Programm darum statt des eigenen Namens oder der E-Mail-Adresse einfach ein kurzes »Ihnen« oder »Sie« an.

Neue Addon-Verwaltung

Ganz neu ist auch der Addon-Manager, der jetzt genauso funktioniert wie beim großen Bruder Firefox. Wie dort ist er für Erweiterungen, Themes und Plugins zuständig. Dank der integrierten Suchfunktion für Plugins ist es jetzt nicht mehr nötig, im Webbrowser Erweiterungen herunterzuladen.

Die neue Thunderbird-Version zitiert bei Antworten auf eine Mail nur markierte Textstellen, sodass es nicht länger erforderlich ist, große Textteile aus der Antwort manuell zu entfernen, um Full-Quotings zu vermeiden. Ein neuer Aktivitätsmanager protokolliert den Austausch zwischen Mailclient und Mailserver, stört dabei allerdings mit etlichen Einträgen zu frisch indizierten Nachrichten. Auswahl und Größe der Spalten in der Nachrichtenliste, etwa Absender, Betreff und Datum, merkt sich das Programm für jeden Ordner separat.

Die Performance verbessert Thunderbird 3, indem es IMAP-Downloads im Hintergrund erledigt. Das Feature wirkte im Test allerdings verwirrend, weil die Statuszeile sich permanent mit Informationen zu neu heruntergeladenen oder indizierten (in der Thunderbird-Übersetzung: indexierten) Mails füllte. Weitere Änderungen verraten die Release Notes [1]. Für den kompletten Überblick sind auch die Beschreibungen älterer Beta- und Alphaversionen lesenswert.

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