Ausblick
Aber was ist jetzt eigentlich semantisch an diesen Erweiterungen? Sie bohren das Mediawiki so auf, dass es wie ein Datenbank-Frontend zu nutzen ist, ohne seine Wiki-Eigenschaften zu verlieren. Das ist schon sehr viel und eröffnet eine Menge neuer Möglichkeiten. Aber Semantic Mediawiki zielt eigentlich auf das semantische Web ab, bei dem es darum geht, nicht einfach nur wie Google das Internet als Volltext durchsuchbar zu machen, sondern den Inhalten gleich Sinn mitzugeben. Praktisch passiert das, indem sowohl die Inhalte als auch die Beschreibung der Inhalte strukturiert weitergegeben werden. Statt HTML-Code, der hübsch gerendert das menschliche Auge erfreut, kommt dabei das auf XML basierende RDF (Resource Description Framework) zum Einsatz, das für Maschinen gedacht ist (Abbildung 5).

|
Abbildung 5: Pablo Picasso, im RDF-Format beschrieben. Auch hier sind die Attribute mit Daten eines bestimmten Typs gefüllt.
|
Wenn Suchmaschinen mit Bedeutungen umgehen können, kann der Anwender gezielt nach Restaurants in Essen suchen und muss nicht seitenweise Treffer durcharbeiten, bei denen nur von der Tätigkeit Essen und nicht der Stadt Essen die Rede ist. Und das ist nur der Anfang für alle möglichen Mashups, die sich die Daten aus diversen Töpfen ziehen und neu verknüpfen.
Wer sich noch tiefer in die Materie hineinwagen will, der kann sein semantisches Wiki mit weiteren Extensions aufwerten. So liefert Semantic Result Formats [4] Abfrageergebnisse auch als Kalender, Zeitstrahl oder Graph. Eine Komplettlösung bietet Halo [5], auch SMW+ genannt. Es fasst zahlreiche erweiterte Extensions zusammen. Dieses Projekt gibt es auch in einer kommerziellen Variante. Und natürlich sollte man die Ideen des W3C für das semantische Web selbst nicht vergessen [6]. (mhu)
|
Rolf Strathewerd ist Philosoph und verdient seine Brötchen als Teammanager in der Webentwicklung der Telegate Media AG.
|
| Whitepaper |
|
Open Source Datenintegration in der Praxis: Fallstudien und Anwendungsbeispiele (Folge 2)
Der zweite Teil des Open Source Datenintegration in der Praxis: Fallstudien und Anwendungsbeispiele White Papers beleuchtet anhand weiterer ausgewählter Case Studies die Implementierung von Open Source Datenintegration in der Praxis und benennt die daraus resultierenden Vorteile.
Download PDF (Registrierung erforderlich)
|
|
Usage Landscape Enterprise Open Source Data Integration
Die Nachfrage nach Datenintegrationslösungen für Unternehmen ist zunehmend gestiegen und vor allem das Interesse an Open Source Technologien wird immer größer. Doch wie und von wem werden Open Source Datenintegrationslösungen genutzt und welches Nutzungsverhalten lässt sich daraus ableiten? Das vorliegende White Paper präsentiert die Erfahrungswerte von über 1000 Open Source Nutzern und liefert fundierte Antworten auf diese Fragen.
Download PDF (Registrierung erforderlich)
|
Dieser Online-Artikel kann Links enthalten, die auf nicht mehr vorhandene Seiten verweisen. Wir ändern solche "broken links"
nur in wenigen Ausnahmefällen. Der Online-Artikel soll möglichst unverändert der gedrucken Fassung entsprechen.
|
KDZ,
24.06.2009 18:09