Betriebswirtschaftliche Wirkmechanismen lassen sich auch auf Business-Software selbst anwenden. Forscher der TU Darmstadt haben das anhand der Ökonomie freier ERP-Lösungen untersucht. Von ihren Ergebnissen profitieren IT-Verantwortliche.
Betriebswirtschaftliche Anwendungen unterscheiden sich von Servern und Netzdiensten. In diesen system- oder entwicklungsnahen Bereichen ist Open-Source-Software längst zum Standard geworden. Es stellt sich die Frage, ob und inwieweit die Open-Source-Idee auch dafür geeignet ist, betriebswirtschaftliche Standardsoftware zu entwickeln und zu vermarkten. Damit würde sie ein Wettbewerber für etablierte Software-Anbieter (siehe Abbildung 1). Existierende Business-Open-Source-Software (BOSS) zeigt Tabelle 1 im Überblick.

Abbildung 1: Im Gegensatz zu proprietären Software-Angeboten besteht bei Softwareprodukten nach dem Open-Source-Prinzip die Herausforderung darin, den Dreiklang zwischen Kunde, Anbieter und Community zu harmonisieren.
Umfangreiches Angebot
Um diesen neuen Wettbewerber auf dem Softwaremarkt zu verstehen, lohnt es sich, die Geschäfts- und Erlösmodelle des Ansatzes zu untersuchen. Anwender erhalten so die Möglichkeit, die Chancen und Risiken von BOSS besser einzuschätzen. Ökonomische Theorien helfen schließlich zu analysieren, unter welchen Bedingungen Open Source auch bei betriebswirtschaftlicher Software zur Erfolgsgeschichte wird.
Die Tabelle 1 listet zehn produktive, in unterschiedlichen Sprachen verfügbare BOSS-Lösungen auf. Eine wichtige Sparte davon sind ERP-Systeme (Enterprise Ressource Planning) – also solche, die eine Vielzahl betriebswirtschaftlicher Funktionen von der Finanzbuchhaltung über das Controlling bis hin zur Produktionsplanung abdecken (siehe Abbildung 2). Reine Frameworks wie etwa OFBiz [1] beachtet die Aufstellung nicht. Ebenso unberücksichtigt bleiben Open-Source-Projekte, die lediglich einzelne Funktionen unterstützen, etwa die Finanzbuchhaltung Gnucash [2], das Projektmanagement Openproj [3] oder das Customer-Relationship-Management Sugar CRM [4].

Abbildung 2: Software zum Enterprise Ressource Planning deckt die Kernbereiche betrieblicher Belange ab, meist mit separaten Modulen und unter einer einheitlichen Oberfläche.
Bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass hinter den dargestellten Open-Source-Angeboten zum Teil völlig unterschiedliche Philosophien stehen. Manche Systeme, etwa Adempiere und Web ERP, treibt hauptsächlich das Engagement der Community von freien Entwicklern voran. Sie bieten lediglich eine Version der Software an, die sie auf Basis der GPL-Lizenz offerieren. Kostenpflichtige Services vermarkten ausschließlich Drittanbieter.
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Tabelle 1: Ausgewählte |
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Individuelle Lizenzmodelle
Andere Anbieter sind eher kommerziell ausgerichtet. Wesentlicher Bestandteil aller Geschäftsmodelle dieser Anbieter ist das Konzept unterschiedlicher Kosten (siehe Kasten “Preisdifferenzierung”).
Dabei koppeln Anbieter wie ERP5 Express, Openbravo, Open ERP und SQL-Ledger ihre ERP-Systeme mit eigenen, kostenpflichtigen Diensten. Eine Differenzierung erfolgt über einen unterschiedlichen Umfang an Dienstleistungen, etwa Support, Schulung und Wartung. Andere Anbieter wie Compiere bieten sowohl differenzierte Softwarelösungen als auch Servicepakete selbst an. Darüber hinaus ergänzen externe Dienstleister das Serviceangebot der betrachteten Systeme.
Die Basisversionen der BOSS-Lösungen stellen Hersteller meist unter Open-Source-Lizenzen bereit. Anders sieht dies bei den erweiterten Versionen aus, die sie unter kommerziellen Lizenzen vertreiben. Die Grenzen zwischen Open-Source-Software-Anbietern und klassischen Standardsoftware-Herstellern weichen hier zunehmend auf.
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Preisdifferenzierung |
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Diese in der Software-Industrie, aber auch in anderen Branchen häufig angewendete Strategie bedeutet, dass Hersteller Produkte in mehreren Varianten zu unterschiedlichen Preisen anbieten. Das Ziel der Hersteller besteht darin, die maximalen Zahlungsbereitschaften aller potenziellen Konsumenten abzuschöpfen. Die Preisdifferenzierung kann sich hierbei auf die Funktionalitäten der Software, die Qualität der angebotenen Services oder beides beziehen. |
Dass die Kommerzialisierung der Open-Source-Idee für ERP-Angebote nicht problemlos über die Bühne geht, überrascht nicht. Schon seit jeher gibt es Konflikte, wenn es um die Vermarktung von Open-Source-Software geht, wie Volker Grassmuck in seinem Standardwerk zur Open-Source-Ökonomie schreibt [5].
Ein Beispiel aus der BOSS-Welt liefert Compiere. Viele freie Entwickler hatten den Eindruck, dass ihre Beiträge und Bedürfnisse zunehmend unberücksichtigt blieben. Für sie hatte es den Anschein, dass die zahlenden Partner und Kunden von Compiere, Inc., die Zielrichtung des Projekts angeben und nicht die Community. Die Unzufriedenheit wuchs und sie entschieden, das damalige System als eigenständiges Projekt unter dem Namen Adempiere weiterzuentwickeln.
Mitwirkende Benutzer
Um die unterschiedlichen Ausrichtungen der beiden Systeme zu verdeutlichen, lohnt ein Blick in deren offizielle Foren, Wikis und Tracking-Systeme. Bei Adempiere führen Teilnehmer dort Diskussionen über Programmcode, Funktionalitäten, Entwicklungsmethoden und Ähnliches. Das lässt die Vermutung zu, dass die Community das System aktiv entwickelt. Die Gemeinschaft um Compiere hingegen scheint tendenziell User-orientiert zu sein. Die Anwender unterstützen einander bei Fragen, die sich beispielsweise darum drehen, wie sie die Software installieren und benutzen. Eine Betrachtung der Feature Requests beider Projekte unterstreicht diese Vermutung. Während Anwender bei Adempiere Wünsche zur Programmerweiterung stellen und die Entwickler sie in der Regel auch bearbeiten, lässt sich bei Compiere eine Community-getriebene Umsetzung selten beobachten.
Ein spannender Markt für BOSS sind insbesondere auch kleinere und mittelständische Unternehmen. Dieser von vielen Anbietern stark umkämpfte Markt bietet insofern für BOSS besonders gute Eintrittschancen, als bislang noch kein so starker Lock-in-Effekt (siehe Kasten “Lock-in-Effekt”) in bestimmte Anbieterlösungen vorhanden ist wie im Segment der Großkunden.
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Lock-in-Effekt |
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Der Wechsel zu voraussichtlich qualitativ hochwertigeren Technologien ist zunächst meist mit Kosten verbunden. Sind diese höher als die dadurch zu erwartenden Einsparungen, zögern die Verantwortlichen oft mit dem Wechsel der Strategie. Dies gilt insbesondere bei kurz- bis mittelfristigen Entscheidungen – gerade in der IT. Die Wirtschaftswissenschaften nennen dies Lock-in-Effekt. Er entwickelt sich dann zu einem zunehmenden Problem, wenn die Entscheidungen die Unternehmen zu einem verlustbehafteten Verhalten bringen, um vermeintlich noch größere Verluste abzuwenden. Darüber hinaus führen Lock-in-Effekte häufig dazu, dass Anbieter Innovationen zurückstellen. |
Geringe Lizenzkosten
Für die Anwender besteht ein wesentlicher Vorteil der Nutzung von BOSS darin, dass – zumindest in der Regel – geringere Kosten für die Softwarelizenzen anfallen. Weitere Vorteile ergeben sich für die Anwender aus der Verfügbarkeit des Quellcode. So trägt diese Offenheit zum einen dazu bei, dass sich die Software bei Bedarf leichter anpassen lässt. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass eine Änderung am Programmcode häufig – genau wie bei Herstellern proprietärer Standardsoftware – dazu führt, dass einige Anbieter den Support dann nicht mehr sicherstellen.
Eine Chance für Anbieter und Anwender besteht zum anderen darin, die Open-Source-Community einzubeziehen, um die Systeme zu entwickeln und anzupassen. Auf dieser Basis lässt sich für die Anwender die Abhängigkeit von den Herstellern verringern. Darüber hinaus erleichtern es die im Rahmen von BOSS in den meisten Fällen verfügbaren offenen Schnittstellen, die bereits existierende IT-Landschaft zu integrieren.
Einige Unternehmen und Anbieter, die Open-Source-Lösungen in bestehende Standard- und Individuallösungen einbinden, haben dies schon erkannt. Wenn jedoch in den Unternehmen noch Cobol-Anwendungen auf Basis proprietärer Legacy-Systeme aus den 60er oder 70er Jahren laufen – was immer noch keine Seltenheit ist – wird es auch für BOSS schwer. Umgekehrt bieten sich neue Chancen, wenn Unternehmer solche Systeme ablösen.
Wichtige Schnittstellen
Der Reifegrad proprietärer Standardsoftware-Lösungen ist im Vergleich zu BOSS oft höher. Auch bildet sie eine Vielzahl branchen- und landesspezifischer Details ab, da die Hersteller seit Jahren in Kooperationen mit Anwendern deren Anforderungen aufnehmen und in neue Releases einbringen. Auf diese langjährige Erfahrung kann der Open-Source-Bereich noch nicht zurückgreifen.
So mangelt es dort oft daran – wie aus Forenbeiträgen hervorgeht -, diese Anforderungen auch umzusetzen. Beispielsweise unterstützen noch nicht alle Anwendungen Schnittstellen zu Datev oder HBCI. Durch ein über viele Jahre gewachsenes Vertriebs- und Partnersystem bieten klassische Standardsoftware-Anbieter ihren Kunden meist zusätzliche Vorteile. Den Effekt bezeichnen Ökonomen als höhere direkte und indirekte Netzeffekte.
Ökonomische Theorie
An die Auswahl eines quelloffenen ERP-Systems können IT-Verantwortliche gleichwohl ähnlich wie an die Entscheidung für ein proprietäres System herangehen. Beispielsweise unterstützen Standard-Analyseverfahren wie Scoring-Modelle den Prozess, die individuellen Anforderungen zu ermitteln. Ein Vorteil einer Open-Source-Lösung ist, dass die Basisversionen – wie dargestellt – uneingeschränkt verfügbar sind. Dies ermöglicht einen detaillierten Einblick in die Funktionsweise und Technik des vorliegenden Systems. Diese Transparenz erleichtert die Bewertung, ohne dass hohe Kosten bei Fehl- oder Alternativentscheidungen anfallen. Die Total Cost of Exit bleibt so überschaubar.
Insgesamt besteht durchaus Anlass, um optimistisch zu sein, dass BOSS zukünftig eine wichtige Rolle auf dem ERP-Markt spielt. Jenseits der bisher dargestellten potenziellen Vor- und Nachteile für Anwender lohnt sich jedoch ein Blick in die ökonomische Theorie, um die Chancen für BOSS besser einschätzen zu können. So gelten auf Softwaremärkten besondere Spielregeln, die sich unter anderem aus der Existenz so genannter Netzeffekte ergeben [6]. Diese ergeben sich – vereinfacht ausgedrückt – dadurch, dass der Nutzen einer Software oder eines Standards nicht nur von der Funktionalität, sondern darüber hinaus von der Gesamtzahl der Anwender abhängt.
Mehr Benutzer
Beispielsweise hängt der Nutzen der Verwendung von XML nicht nur von der Güte der Spezifikation, sondern auch von der Anzahl der Anwender und Entwickler ab, die diesen Standard nutzen.
So genannte direkte Netzeffekte (siehe Abbildung 3) ergeben sich aus der verbesserten Kommunikationsfähigkeit, wenn Kompatibilität zwischen den Anwendern zum Aufbau von Netzwerken führt. Beobachten lässt sich dies zum Beispiel beim Austausch von Geschäftsdokumenten auf Basis von XML/EDI-Standards: Voneinander unabhängige Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette profitieren von den branchenspezifischen Austauschformaten, die unabhängig von konkreten Anwendungen sind [7]. Indirekte Netzeffekte entstehen, indem Hersteller zu einem weit verbreiteten Standard komplementäre Produkte entwickeln. Beispiele für das Phänomen sind XML-Editoren oder -Entwicklungstools (siehe Abbildung 4).

Abbildung 3: Direkte Netzeffekte entstehen, da die Anwender durch die gemeinsame Nutzung von Softwarestandards oder allgemeinen Technologien einfacher und damit kostengünstiger miteinander kommunizieren. Mit jedem weiteren Anwender, der eine solche Software nutzt, steigt ihr Wert. Somit erhöht er ihre Attraktivität für neue Nutzer.

Abbildung 4: Indirekte Netzeffekte resultieren aus der Abhängigkeit zwischen dem Konsum eines Basisguts und dem komplementärer Güter und Dienstleistungen. Sie treten auf, wenn die größere Verbreitung eines Gutes ein größeres Angebot an Zusatzgütern und Diensten nach sich zieht. Damit erhöht es wiederum den Nutzen des Basisguts.
Verstärkte Netzeffekte
Die Existenz von Netzeffekten hat erhebliche Auswirkungen auf die Struktur von Softwaremärkten. So gilt insbesondere, dass sich nicht zwangsläufig die beste Lösung durchsetzt. Ein Beispiel: Angenommen einer neu gegründeten Firma oder freien Entwicklern gelänge es, eine Software zu entwickeln, die bessere Funktionalitäten anbietet als das Office-Paket von Microsoft. Damit wäre aber noch lange nicht klar, dass sich diese Lösung am Markt auch durchsetzen wird. Die Schwierigkeit besteht darin, dass das proprietäre Office-Produkt bereits weit verbreitet ist.
Aus diesem Grunde ist unsicher, ob die Anwender sich für die alternative Lösung entscheiden. Ein Early Adopter läuft stets in Gefahr, inkompatibel zum Marktstandard zu sein oder zu werden, falls der Marktführer die Spezifikationen seiner Schnittstellen ändert und diese nicht offenlegt. Wenn aufgrund dieser Unsicherheit alle Anwender zögern, setzt sich der bessere Standard nicht durch. Dieser Effekt lässt sich mit einer Vielzahl von Beispielen – nicht nur im Softwarebereich – belegen. So konnte sich etwa das TCP/IP-Protokoll gegen die OSI-Standards ebenso durchsetzen wie VHS zum Marktstandard für Videosysteme wurde, obwohl Betamax als das technisch bessere System galt.
Sprung ins kalte Wasser
Zur Veranschaulichung dieser Phänomene lässt sich der von Farrell und Saloner so genannte Pinguineffekt heranziehen [8]. Der Namensgebung liegt die folgende possierliche Analogie zugrunde: Hungrige Pinguine stehen am Rande einer Eisscholle. Aus Angst vor Raubfischen hoffen sie, dass andere Pinguine zuerst ins Wasser springen, um das damit verbundene Risiko – nämlich Opfer eines Raubfisches zu werden – auszuloten.
Sobald einige Pinguine den Sprung wagen, verringert sich die Gefahr für die anderen Pinguine scheinbar und Trittbrett-Pinguine folgen nach. Aufgrund dieses Pinguineffekts sind neue Lösungen auf Softwaremärkten einem Startup-Problem ausgesetzt: Die Anwender müssen nicht nur von der angebotenen Funktionalität überzeugt sein, sondern auch daran glauben, dass sich die Lösung letzten Endes durchsetzt.
Der Pinguineffekt ist ein wesentlicher Grund dafür, dass sich in vielen Fällen ein aus technischer Sicht nicht optimaler Standard durchgesetzt hat. Die Konsequenz für BOSS lautet, dass es letztlich nicht ausreicht, ein gutes Produkt anzubieten. Vielmehr gilt es, die Softwarelösungen auf der Basis attraktiver und kundenfreundlicher Angebote zu vermarkten. Beispielsweise lässt sich mit Hilfe von ökonomischen Simulationsmodellen zeigen, dass auf Softwaremärkten der Preis häufig der bessere Hebel ist, um Marktanteile zu erhöhen, als den Funktionsumfang zu erweitern.
Dies gilt für einen Anbieter umso mehr, je geringer seine Marktanteile im Vergleich zum Marktführer sind. Dagegen gehen einige BOSS-Anbieter teilweise mit sehr hohen Preisen in den Markt. So verlangt etwa Tiny Company für Open ERP Preise in Höhe von bis zu 140 Euro pro Benutzer und Monat. Damit liegt das Angebot über dem des Marktführers SAP.
Kommunikation mit Kunden
Darüber hinaus besteht in Bezug auf die Kommunikation und Außendarstellung zum Teil erheblicher Nachholbedarf. So bat ein Anbieter auf seiner Webseite darum – explizit durch Fettdruck hervorgehoben -, bitte nicht nach kostenlosem Support zu fragen. Wie könnte ein Hersteller potenzielle Kunden besser abschrecken?
Andererseits gibt es professionelle Angebote zu attraktiven Preisen, die jedoch mit der ursprünglichen Open-Source-Idee nur noch wenig gemeinsam haben. Anbieter vertreiben ihre Software zum Teil unter kommerziellen Lizenzen, Services sind kostenpflichtig – sie verwenden den Begriff Open Source nicht zuletzt aus Marketing-Gründen.
Dabei könnte die Kombination der klassischen Open-Source-Idee mit kundenorientierten Vertriebs- und Preisstrategien ein Erfolg versprechendes Modell sein. Schließlich existieren mehrere Beispiele dafür, dass sich die Interessen kommerzieller Software-Anbieter und die der Open-Source-Community nicht grundsätzlich widersprechen.
Neue Herausforderung
Ein weiterer Ansatzpunkt könnte sein, den freien Entwicklern über ein entsprechendes Erfolgsbeteiligungsmodell zusätzliche Anreize zu bieten. In einem fairen Kooperationsmodell könnten Software-Anbieter ERP-Software auf Open-Source-Basis entwickeln, die den hohen Qualitätsanforderungen der Kunden sowohl in Bezug auf die Software als auch der Services entspricht.
Um im Bild des Pinguineffekts zu bleiben: In einer solchen Konstellation besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass die Pinguine den Sprung ins Wasser wagen – und Tux wäre sicherlich auch mit dabei. (mg)
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Infos |
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[1] OFBiz: [http://www.ofbiz.de] [2] Gnucash: [http://www.gnucash.org] [3] Openproj: [http://openproj.org] [4] Sugar CRM:[http://www.sugarcrm.com/crm/] [5] Volker Grassmuck, “Freie Software – Zwischen Privat- und Gemeineigentum”: Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn, 2004: [http://freie-software.bpb.de/Grassmuck.pdf] [6] Prof. Peter Buxmann, Heiner Diefenbach, Prof. Thomas Hess, “Die Softwareindustrie – Ökonomische Prinzipien, Strategien, Perspektiven”: Springer Verlag, Berlin, 2008 [7] Prof. Peter Buxmann, “Die Zukunft von EDI/XML als Grundlage für den Aufbau zwischenbetrieblicher Geschäftsprozesse”: Industrie-Management, Frankfurt/Main, 1999 [8] Joseph Farrell, Garth Saloner, “Standardization, Compatibility and Innovation”: Rand Journal of Economics 16, S. 70 |
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Die Autoren |
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Prof. Peter Buxmann, Jin Gerlach und Janina Ristl untersuchen am Fachgebiet Information Systems an der Technischen Universität Darmstadt unter anderem die ökonomischen Prinzipien von Open-Source-Software im Unternehmenseinsatz. |







