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Trügerischer Safe_mode

Das Verfahren führt aber zu Problemen. Dateien, die im laufenden Betrieb von PHP-Skripten erzeugt werden, etwa hochgeladene Bilder, Cache-Dateien oder einzelne Files eines Gästebuchs, tragen meist die User-ID des Webservers, während die per FTP hochgeladenen PHP-Skripte unter der User-ID des Nutzers laufen. Ein Safe_mode würde hier zu Zugriffskonflikten führen.

Die Dateirechte prüfen ist nur ein kleiner Sicherheitsbaustein, der allein nicht ausreicht. Der Parameter wird seinem Namen daher kaum gerecht. Dazu kommen Implementierungslücken: PHP führt manchmal die Safe_mode-Prüfungen nicht korrekt aus. Der Vorteil schlägt sogar in einen Nachteil um, wenn sich Administratoren in trügerischer Sicherheit wiegen[4] und auf weitere Sicherheitsmaßnahmen verzichten.

Einen besseren Schutz mit weniger Problemen gewährt »open_basedir«. Selbst wenn Safe_mode problemlos funktioniert, eignet sich Open_basedir als zusätzliche Sicherung. Mit ihm definiert der Admin einen oder mehrere Pfade. PHP-Skripte dürfen dann nur noch auf Files in diesen Verzeichnissen zugreifen (siehe Abbildung 3). Ist in »php.ini« der Eintrag »open_basedir = /srv/www/htdocs« gesetzt, meldet PHP einen Fehler bei allen Zugriffen auf Files, die außerhalb dieses Verzeichnisses liegen.


Abbildung 3: Mit »open_basedir« kann der Admin festlegen, dass PHP-Skripte nur auf Dateien des eigenen Serverbereichs zugreifen dürfen. Die Dateisystembereiche der virtuellen Server sind hier farbig hinterlegt.

Open_basedir als Retter

Diese Limitierung auf »$HTDOCROOT« von Apache verhindert den Zugriff auf die gesamte Festplatte. Allerdings dürfen die Webserve-User immer noch gegenseitig in ihren Verzeichnissen lesen und schreiben, falls es die Unix-Dateirechte erlauben. Der Filebrowser aus Listing 1 könnte immer noch die Ausgabe von Abbildung 2 erzeugen. Es ist daher notwendig, für jede gehostete Domain oder für jeden User eine eigene Open_basedir-Einstellung zu treffen, die den Zugriff auf sein Verzeichnis beschränkt.

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