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PHP-Funktionen abschalten

Um zu vermeiden, dass PHP-Skripte unerwünschte Funktionen aufrufen, genügt ein Eintrag in »php.ini«:

disable_functions = system, exec, shell_exec, passthru, phpinfo, show_source

Über die Funktionen »system«, »exec«, »shell_exec« und »passthru« starten PHP-Skripte externe Linux-Kommandos. Diese Shell-Befehle laufen mit den Rechten des Webservers, da PHP als Modul in den Daemon integriert ist. Die PHP-Funktionen sind auf einem normalen Webserver nur selten notwendig, fast jedes PHP-Skript kommt ohne Linux-Kommandos aus.

Erst wenn diese Funktionen deaktiviert sind, wirkt der Open_basedir-Schutz tatsächlich, denn die Linux-Kommandos wissen nichts von der PHP-Beschränkung und öffnen jedes File, auf das der Webserver zugreifen darf. Muss die Funktion »exec()« unbedingt zur Verfügung stehen, bleibt immer noch ein Schutzmechanismus:

safe_mode_exec_dir = /srv/www/bin

In »php.ini« belegt der Admin den Parameter mit einem Verzeichnis, in dem die erlaubten Linux-Programme liegen (oder Symlinks auf die erlaubten Tools). So kann das PHP-Skript wenigstens keine beliebigen Programme aufrufen. Allerdings setzt der Parameter voraus, dass »safe_mode« aktiviert ist.

Die Funktion »show_source« wird von PHP-Entwicklern kaum benutzt und hat auf einem Produktiv-Webserver nichts zu suchen. Sie präsentiert Angreifern fremde PHP-Skripte farblich formatiert zum Code-Studium, inklusive eventuell enthaltener Datenbank-Passwörter.

Listing 4: Sicheres Skript
01 <?
02 $auth = 0;
03 $uid = $_GET['username'];
04 $pwd = $_GET['password'];
05 
06 if($uid == "tux" && $pwd == "blabla") {
07     $auth = 1;
08 }
09 
10 if($auth == 1) {
11     print "Interner Bereich";
12 } else {
13     print "Sorry, kein Zugriff";
14 }
15 ?>

Unfreiwillige Auskünfte vermeiden

Den Aufruf »phpinfo()« verwenden Neugierige gerne, um an Informationen über einen Webspace zu gelangen. Für sich genommen sind diese Informationen ungefährlich, zudem sind die Defaultwerte bekannt. Andererseits hilft einem Angreifer jede Information bei der Suche nach Eigenheiten und verwundbaren Stellen. Es gehört zu den Selbstverständlickeiten der Systemverwaltung, interne Informationen nicht unnötig externen Dritten zugänglich zu machen.

Viele Webspace-Nutzer lassen aus Bequemlichkeit eine »phpinfo.php«-Datei dauerhaft herumliegen, daher sind die Informationen für jedermann abrufbar. Der Admin kann die Informationswünsche seiner User auch erfüllen, indem er die Info-Funktion deaktiviert und durch eine statische HTML-Datei ersetzt, die den Output von »phpinfo()« enthält. Hat diese Seite dann noch einen Passwortschutz, stellt sie nur dem Nutzer wichtige Informationen bereit.

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