Was bin ich?
Wichtig für die Nutzung von JMagick sind zwei Zeilen: In Zeile 52 erzeugt das Programm ein »ImageInfo«-Objekt und in der nächsten Zeile ein »MagickImage«-Objekt. Ersteres kapselt die »ImageInfo«-Struktur aus dem C-API, Letztere die Image-Struktur (der Name »MagickImage« wurde gewählt, um eine Verwechslung mit »java.awt.Image« zu vermeiden).
Die Methoden der »MagickImage«-Klasse bilden das zentrale API von JMagick. Die Main-Methode der Klasse »Identify« aus Listing 1 nutzt hier verschiedene »get XXX()«-Methoden, um Informationen zu den Bilddateien auszugeben. Nicht jede Information ist notwendigerweise im Bild enthalten. Für die Ausführung ist es notwendig, neben dem »java.library.path« (wie in Abbildung 1 zu sehen) auch den »CLASSPATH« zu setzten, entweder über einen Export-Befehl oder mittels:
> java -Djava.library.path=/usr/local/lib
-cp .:/usr/local/lib/jmagick.jar Identify hiking_tux.jpg
Für die Anzeige von Bildern gibt es die Utility-Klasse »magick.util.MagickViewer«, sie ist eine Subklasse von »java .awt.ScrollPane«. Die beiden Zeilen 58 und 84 in Listing 2 demonstrieren ihre Verwendung. Der Konstruktor fügt das »MagickViewer«-Objekt in sein Border-Layout ein (Zeile 58). Die »setImage«-Methode bestimmt das »MagickImage«, das der »MagickViewer« anzeigen soll (Zeile 84).
Anzeige leicht gemacht
Das Ergebnis ist in Abbildung 2 zu sehen: Auch wenn beim Erscheinen dieses Linux-Magazins schon langsam die Punschzeit angebrochen ist, entstand der Artikel noch in den letzten Tagen des Oktoberfests und die Pinguine waren entsprechend zünftig unterwegs (das Bild ist das Logo der jährlichen "Linux-Bierwanderung"[6]).
Wie oben schon erwähnt bilden die Methoden der »MagickImage«-Klasse den Kern des JMagick-API. Das gilt natürlich gerade für alle Standardumformungen wie Rotationen, Skalierungen, Weichzeichnungen und so weiter. Die Methoden folgen dabei stets dem Namensschema » xxxImage(...)«, zum Beispiel »rotateImage()«, »blurImage()« oder »scaleImage()«. Sie verhalten sich leider nicht objektorientiert, das heißt, sie lassen das aktuelle »MagickImage«-Objekt unverändert und geben stets ein verändertes Objekt zurück.
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