Aus Linux-Magazin 06/2002

SQL-Datenbanken flexibel programmieren

Unter Linux gängige Datenbanken stellen ein Set von Schnittstellen bereit, die Perl-, C(++)-, Python-, Tcl- Java- und andere Entwickler als leistungsfähige Werkzeuge zu benutzen wissen.

Ohne Werkzeuge ist der Homo sapiens zu vielen Dingen nicht fähig. Der Besuch eines beliebigen Baumarkts an einem Samstagmittag ist der hämmernde Beweis. Ein Beispiel: Das Linux-Magazin besitzt ein Redaktionssystem, das alle Informationen zu geplanten Artikeln sammelt. Dazu gehören Titelzeile, Autor und Honorar, betreuender Redakteur, Länge in Seiten und einiges mehr. Das System läuft natürlich unter Linux.

Den Kern bildet eine MySQL-Datenbank. Die Kommandozeilen-gewohnten Redakteurinnen und Redakteure könnten nun ihre Ein- und Ausgaben per Hand erledigen (wie in Abbildung 1). Zumutbar ist das aber nicht: Die SQL-Syntax lernen ist noch das Wenigste, viel schwerer wiegt die diesem Vorgehen eigene Fehleranfälligkeit. Zudem sind die Resultate weder formatiert noch für weitere Abfragen vernünftig aufbereitet.

Abbildung 1: Die Roh-Ausgabe einer Datenbank ist sehr unübersichtlich, hier am Beispiel des Linux-Magazin-Redaktionssystems. Die passende Datenbank-Abfrage ist mühsam: »mysql datenbank -e "select *, id as Artikelid FROM Artikel WHERE (Betreuung LIKE 'jkl' OR Workflow LIKE 'jkl') AND Heft LIKE 'Linux-Magazin' AND Jahr LIKE 2002 AND Monat LIKE 6 ORDER BY Startseite"«

Abbildung 1: Die Roh-Ausgabe einer Datenbank ist sehr unübersichtlich, hier am Beispiel des Linux-Magazin-Redaktionssystems. Die passende Datenbank-Abfrage ist mühsam: »mysql datenbank -e “select *, id as Artikelid FROM Artikel WHERE (Betreuung LIKE ‘jkl’ OR Workflow LIKE ‘jkl’) AND Heft LIKE ‘Linux-Magazin’ AND Jahr LIKE 2002 AND Monat LIKE 6 ORDER BY Startseite”«

Um Klassen besser ist die Lage für Benutzer, die die Dienste eines Programmierers in Anspruch nehmen. Der kann nämlich über das Werkzeugset definierter Schnittstellen (APIs) auf alle gängigen SQL-Datenbanken zugreifen. Mit diesem Schweizer Taschenmesser in der Hand kann er nach Herzenslust mit Perl, Tcl und Python, C und C++ oder Java Anwendungen programmieren, die den Benutzern sowohl das Datenbank-Füttern als auch die Abfragen übersichtlich und gut strukturiert ermöglichen (Abbildung 2 und 3). Das Know-how dafür liefern die folgenden Artikel.

Abbildung 2 und 3: Dank Python und Zope ist die gleiche Aufgabe mit derselben Datenbank für seine Benutzer viel freundlicher zu lösen: Die Datenbank-Abfrage passiert über Auswahllisten (links). Die Ausgabe (rechts) ist nicht nur besser für die Augen, der Programmierer kann sie auch direkt für weiterführende Funktionen nutzen.

Abbildung 2 und 3: Dank Python und Zope ist die gleiche Aufgabe mit derselben Datenbank für seine Benutzer viel freundlicher zu lösen: Die Datenbank-Abfrage passiert über Auswahllisten (links). Die Ausgabe (rechts) ist nicht nur besser für die Augen, der Programmierer kann sie auch direkt für weiterführende Funktionen nutzen.

Ausblick: In einer späteren Ausgabe nehmen wir uns die “großen” Umgebungen wie Kylix und Omnis Studio vor.

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