Praktische kleine Tools erleichtern den Alltag hauptberuflicher wie gelegentlicher Administratoren und erfreuen, wie im Fall des Verzeichnisanalysators Durep, zudem noch mit einer gefälligen Optik.
Eine große Festplatte ist morgen schon zu klein, eine übergroße Festplatte ist übermorgen zu klein – eine Binsenweisheit. Jeder Admin kontrolliert deshalb regelmäßig den belegten Plattenplatz auf seinen Systemen manuell oder automatisch mit einem kleinen Skript.
Wer mehr Informationen braucht, zum Beispiel über den Platz einzelner Unterverzeichnisse, benutzt das gute alte »du«. Aber komfortabler, optisch ansprechender, jedoch wenig bekannt ist Durep[1]. Steht als Beispiel die Aufgabe, den »de.ALL«-Zweig eines Newsservers zu analysieren, zeigt das Ergebnis von
durep -td=1 /var/spool/news/de/
die Verteilung des benutzten Plattenplatzes sowohl prozentual als auch in MByte an, und zwar absteigend sortiert.
Der Parameter »-td=1« beschränkt die Ausgabe auf die erste Verzeichnisebene. Lässt man diese Angabe weg, führte Durep alle Unterverzeichnisse mit auf, was der Übersichtlichkeit nicht gerade zuträglich ist. Wenn Mini-Verzeichnisse nicht angezeigt werden sollen, nimmt
durep -td=1 -hs=3M /ver/zeich/nis
alle Verzeichnisse von der Anzeige aus, die weniger als 3 MByte Inhalt haben.
Der HTML-Export ist die hohe Schule
Als Schmankerl bietet Durep die Möglichkeiten, seine Erkenntnisse per HTML auszugeben, was zunächst als nette, aber überflüssige Spielerei anmutet. Doch das Kommando
durep -w /web/diskusage/ /var/spool/news/de/
offenbart den Nutzen: Es erzeugt die gleiche Statistik wie im letzten Beispiel, aber als Satz von HTML-Dateien im Verzeichnis »/web/diskusage«.
Der Parameter, der die Verschachtelungstiefe begrenzt, ist bewusst weggelassen. Das Ergebnis: Im Browser wird beim Aufruf der Datei »0.html« (so heißt die Wurzel-Datei) nur die erste Verzeichnisebene dargestellt (siehe Abbildung 1) während alle weiteren Ebenen per Link zu erreichen sind.
Für eine korrekte Anzeige wird ein Browser benötigt, der mit dem »ilayer«-Tag umgehen kann, zum Beispiel der aktuelle Mozilla. Allerdings lassen sich die Ergebnisse auch mit älteren und sogar mit textbasierten Browsern wie W3m und Lynx betrachten; jedoch unter Verzicht auf die Balkengrafiken. Das wäre schade – sind diese bunten Bildchen doch bestens dazu geeignet, $CHEF von der Notwendigkeit zu überzeugen, schnellstens ein neues Plattensystem zu beschaffen. (jk)
Infos |
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[1] Duprep: [www.hibernaculum.net/durep.html] |
Der Autor |
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Charly Kühnast administriert Unix-Betriebssysteme im Rechenzentrum Niederrhein in Moers. Zu seinen Aufgaben gehören schwerpunktmäßig die Sicherheit und Verfügbarkeit der Firewalls und der DMZ (demilitarisierte Zone). Obwohl an IBM-Mainframes ausgebildet, arbeitet er seit 1995 fast ausschließlich mit Linux. Seiner Silhouette wegen trainiert er in der Freizeit Karate. |








