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Foto

Besonders großer Aufwand war im Competence Center bei der Herstellung eines neuen Testfotos erforderlich. Es wird fortan nicht nur für Schwarzweiß- und Farbdrucker-Tests eingesetzt, sondern auch beim Testen von Scannern. FürsAusdrucken ist Gimp zuständig. Zusammen mit Fotograf Massimo Fiorito wurde ein Stillleben gestaltet, dass es in sich hat. Jedes Detail ist für sich eine schwierige Hürde.

Fotografiert wurde das Bild mit einer Plattenkamera im riesigen Großbildformat, das erstellte Dia hat eine Fläche von 9 mal 12 Zentimetern (zum Vergleich: Kleinbilddias haben 24 mal 36 Millimeter). Das bringt extreme Schärfereserve, um das Letzte aus denGeräten herauszukitzeln.

Fotomodell Bianca ist die hübscheste Herausforderung. Die Farben ihrer Haut sind aus technischen Gründen für alle Arten von Scannern und Druckern schwer wiederzugeben. Viele Geräte neigen dazu, die Farben der Wangen zu übertreiben (Rotüberschuss) und die Schatten im Halsbereich zu vertiefen (zu dunkel oder Abwandern ins Braun).

Zudem ist das Empfinden des Betrachters bei Hauttönen besonders kritisch. Die langen Haare verlangen Höchstleistungen bei Auflösung und Detailwiedergabe. Ein Drucker muss auch in Schwarzweiß einiges können, damit das Lächeln gut ankommt. Die Reflexe auf der Bluse und der Kette wirken schnell überzogen. Auch die Oberflächenstruktur der Bluse muss akkurat zu erkennen sein.

Auf dem Tisch geht es weiter mit den Hindernissen. Die Schreibmaschine ist aus schwarz lackiertem Metall. Geräte, die zu wenig Farbauflösung bieten, zeigen hier einen schwarzen Block, wo andere filigrane Details der Mechanik zeigen können. Der aufgeschlagene Foliant bietet subtile Details und Farben im Grün- und Braun- Bereich. Ob der Betrachter einzelne Seiten oder nur eine braune Masse sieht, entscheidet genauso über die Qualität wie die Reflexionen auf der Metallkugel. Dort müssen der rechteckige Scheinwerfer, die Buchseiten und ganz klein der Fotograf erkennbar sein.

Eine Herausforderung ist auch das Spiel von Spiegelungen und Brechungen in der Glaskugel und der Karaffe. Auch das Obst ist sehr problematisch. Zum einen sind Menschen beim Betrachten von Obst sehr farbkritisch (Obst mit Farbstichen auf dem Foto wird subjektiv als giftig eingestuft), zum anderen wurde das Obst kurz vor dem Fotografieren mit Wasser angesprüht: noch mehr Reflexe zum Testen.

Interessant ist auch Tux. Er spiegelt sich zur Hälfte auf einem echten Spiegel, zur anderen Hälfte auf der schwarzen Glasplatte. Stimmt hier der Schwarzpunkt nicht, bekommt die weiße Brust schnell einen Farbstich.

Die Liste ist noch lange nicht vollständig, auch Sonnenblumen, Sofa und Vorhangstoff bieten Stolperstellen, die hier aus Platzgründen nicht vertieft werden können. Die Agfa-IT8-Normfarbtafel dient zur Kalibrierung des Scanners, mit dem das Dia für den Druckertest in eine TIF-Datei umgewandelt wurde.


Laborleiter Oliver Kluge mit Benchmark- Entwickler Felix Marcon am Set.


Labormitarbeiter Mirko Dölle beim Testen der ozonfreien Laserdrucker.







Delug-CD

Alle Testdateien finden Sie auch auf der Delug-CD zum Heft. Für eigene Tests benötigen Sie die Programme Star Office, Gimp und Corel Draw für Linux. Das Bianca-Foto wurde aus Platzgründen auf eine niedrigere Auflösung umgerechnet.

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