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Druckerklassen für "Großdruckereien"

Wenn in einem Netzwerk mehrere Drucker des gleichen Typs vorhanden sind, oder auch bestimmte Drucker nur zeitweilig zur Verfügung stehen, kann man diese in Klassen zusammenfassen. Wird ein Druckauftrag an eine Klasse geschickt, geht dieser an das nächste freie Gerät. Damit kann bei hohem Druckaufkommen oder bei wichtigen Druckjobs Load Balancing und Failover erreicht werden.

CUPS konfigurieren


Das grafische Frontend Xpp lehnt sich sehr stark an die ESP PrintPro-Software des CUPS-Erfinders Michael Sweet an.

Das CUPS-Drucksystem lässt sich über diverse Kommandozeilen-Befehlen überwachen und administrieren. Die wichtigsten sind lpadmin, lpoptions und lpstat. Mit lpstat -p -d werden beispielsweise die verfügbaren Drucker angezeigt. lpadmin konfiguriert Drucker, Druckerklassen und Benutzerrechte. Anzumerken ist, dass CUPS bei entsprechender Konfiguration einen eigenen Administrator kennt, also keine Root-Rechte benötigt. Mit lpoptions können die gesamten über die PPD konfigurierbaren Druckereigenschaften angezeigt und geändert werden. Das ist jedoch sehr mühsam, da sie sich naturgemäß von Modell zu Modell unterscheiden. Deshalb sind hier grafische Tools wie xpp, gtklp, kups, oder das Web-Interface über http://[rechnername]:631 ausgesprochen nützlich. Diese lesen die jeweilige PPD aus und machen sie per Mausklick konfigurierbar.


In KDE 2.2 wird die CUPS-Konfiguration dank KDEPrint nahtlos in die Systemsteuerung integriert.

In KDE 2.2 wird mit KDEPrint eine Vermittlungsschicht zwischen KDE-Applikationen und verschiedenen Printing-Subsystemen Einzug halten. Damit kann CUPS in KDE-Applikationen einfacher und vollständiger administriert werden. Das bisherige Konfigurationstool kups wird nicht mehr weiterentwickelt.

Allgemeine Einstellungen für das CUPS-Drucksystem sind in /etc/cups/cupsd.conf zu finden. Hier zeigt sich wieder die Nähe zu Apache. Diese Konfigurationsdatei ist genau wie httpd.conf aus Direktiven aufgebaut. In cupsd.conf kann man über die Browsing On Drucker automatisch im gesamten Netz bekannt machen, Browse-Relais für Netzwerk-übergreifendes Drucken bestimmen, Optionen zur Authentifizierung und Verschlüsselung festlegen und vieles mehr. Um das Studium der Handbücher [6] kommt der Administrator mit hohen Ansprüchen höchstens bei guten Apache-Kenntnissen herum. Zum Glück ist CUPS aber mit den Default-Einstellungen nach der Installation schon weitgehend einsatzfähig. n

Infos

[1] Detaillierte Einführung in CUPS, das IPP und ESP PrintPro: http://www.linux-magazin.de/ausgabe/2000/02/CUPS/cups1.html http://www.linux-magazin.de/ausgabe/2000/04/CUPS/cups2.html http://www.linux-magazin.de/ausgabe/2000/06/CUPS/cups.html

[2] CUPS-Homepage: http://www.cups.org

[3] IPP-Spezifikation: http://www.ietf.org/html.charters/ipp-charter.html

[4] Linuxprinting-Homepage/Cups-O-Matic: http://www.linuxprinting.org

[5] Gimp-Print:http://gimp-print.sourceforge.net/

[6] CUPS-Dokumentation: http://www.cups.org/documentation.html

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